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Schlafapnoe: CPAP kann Demenz um zehn Jahre verzögern

Wie die Ärzte Zeitung unter Berufung auf eine US-Kohortenstudie mit rund 700 Teilnehmern berichtet, kann die Beatmung mit sog. CPAP-Geräten (englisch: Continuous Positive Airway Pressure) bei Patienten mit Schlafapnoe eine Demenz um durchschnittlich zehn Jahre hinauszögern. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Neurology.

So waren die Teilnehmer mit Schlafapnoe ohne CPAP bei dem Auftreten der ersten kognitiven Einschränkungen im Schnitt 73 Jahre, Teilnehmer ohne Schlafapnoe dagegen knapp 84 Jahre alt. Der Unterschied vergrößerte sich, als die Forscher Patienten mit Schlafstörungen ausschlossen und nur Teilnehmer berücksichtigten, die im Lauf der Studie kognitive Probleme entwickelten (77 Jahre gegen 90 Jahre). Ob die Schlafapnoe die Ursache für die früheren kognitiven Probleme ist, ist fraglich. Schlafapnoe-Betroffene weisen häufig viele Demenzrisikofaktoren auf. Interessanterweise erhielten jedoch die wenigen Teilnehmer mit Schlafapnoe, die CPAP-Geräte benutzten, die Diagnose „erste kognitive Einschränkungen“ mit circa 82 Jahren, also etwa 9,5 Jahre später als Menschen mit nächtlichen Atemaussetzer, aber ohne CPAP, und damit ähnlich spät wie Leute ohne Schlafapnoe.

Ob eine CPAP-Therapie bei Schlafapnoe-Betroffenen tatsächlich vor kognitivem Abbau im Alter schützt, ist nicht bewiesen. Bei der Studie war die Zahl der CPAP-Nutzer sehr gering, wodurch das Resultat nur mit Vorsicht zu genießen ist.

Quelle: COPD und Asthma 3/2015

13.10.15

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