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Erfahrungsberichte: Die Angst bleibt

„Auf einmal war ich nicht mehr in der Lage zu arbeiten“, berichtete Sixgo Lopez, der vor vier Jahren einen Schlaganfall erlitt. Beim Schlaganfalltag gab es nicht nur für Betroffene und Risikopatienten wertvolle Informationen.

Viele Schlaganfallpatienten müssen ihre eigentliche ganz normale Lebensweise von heute auf morgen komplett ändern. Dann heißt es, nie mehr rauchen, ausgewogene und gesunde Ernährung und regelmäßige Besuche beim Arzt. Werner Lehnhard erlitt genau diese Art des Schicksals.

„Im Jahr 2001 änderte sich mein Leben über Nacht“, erzählte Lehnhard und fügte hinzu: „Ich war selbstständig als Friseur tätig. Seit meinem Schlaganfall bin ich hundert Prozent berufsunfähig. Mit 55 Jahren hat sich mein Leben wirklich in allen Bereichen vollständig verändert.“ Jetzt sei er Rentner und gehe bestimmte Dinge mit viel mehr Ruhe und Zeit an. „Ich gehe viel spazieren und lebe ein viel gesünderes Leben, da muss ich Pommes und Currywurst leider soweit es geht meiden“, sagte er. „Die Angst vor einem zweiten Anfall besteht jedoch eigentlich immer.“

Nützliche Informationen

Nützliche Informationen zur frühen Prävention oder der möglichen Hilfeleistungen nach einem Schlaganfall lieferte am Samstag der „Schlaganfalltag“ im Bürgerzentrum. Experten, Ärzte oder Selbstbetroffene, wie die Schlaganfall- Selbsthilfegruppe Wermelskirchen, standen für jegliche Fragen der Gäste bereit und präsentierten verschiedene Möglichkeiten des leichteren Lebens nach einem Schlaganfall.

Auch Sixgo Lopez erlitt vor ungefähr vier Jahren einen Schlaganfall. „Auf einmal war ich nicht mehr in der Lage zu arbeiten“, berichtete der 63jährige Spanier. Um einem zweiten Schlaganfall vorzubeugen, mache er jetzt viel öfters Sport. „Einmal pro Woche gehe ich entweder zu einer bestimmten Gymnastik oder einfach im Hallenbad schwimmen. Ich möchte viel trainieren und ernähre mich natürlich gesünder. Wenig Fett im Essen, dass ist das Wichtigste“, sagte Lopez.

Schlaganfallgruppe Wermelskirchen

In Wermelskirchen gibt es eine Schlaganfallgruppe. Hilfe gibt es unter anderem durch Informationen und Erfahrungsaustausch. Kontakte über: Brigitte Hallenberg, 4129 oder Silke Jonas, 0 21 93/50 08 58, www.schlaganfall-wk.de

Doch nicht nur die Betroffenen werden durch einen plötzlichen Schlaganfall schnell aus dem normalen Alltag gerissen. Auch für die Angehörigen bedeutet ein solches Schicksal viel Geduld und Ausdauer. „Die ersten Jahre waren sehr schwer. Ehrlich gesagt, war der Schlaganfall meines Mannes erst einmal ein richtiger Schock“, erzählte Margit Lehnhard. Sie sei selber auch in den Ruhestand getreten, um ihrem Mann so besser helfen und ihn unterstützen zu können.

Vorerst könne man als Schlaganfallpatient nicht selbstständig leben. „Ich konnte meinen Mann ja nicht alleine lassen. Beispielsweise kam er nicht mehr alleine in die Badewanne“, sagte sie, „Wir haben in der schwierigen Zeit viel unternommen, um uns gegenseitig abzulenken.“ Wichtig sei, dass man sich öfters von Ärzten untersuchen lässt.

„Lieber vorher mehrmals zum Arzt, bevor es richtig knallt“, sagte Lehnhard, „Man denkt, man ist vollständig fit und fühlt sich super, aber man sollte trotzdem immer über das Risiko nachdenken.“

Quelle: Amelie Regenbrecht, SHG Schlaganfall Wermelskirchen

15.05.08

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