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Selbstbräunungscremes – Duftstoffe können Unverträglichkeiten auslösen

Wenn der Sommer geht und die Sonne wieder seltener scheint, verschwindet auch die Sommerbräune rasch wieder. Selbstbräunungscremes versprechen auch in der kalten Jahreszeit eine schöne Bräune. Im Interview erklärt Dr. Frank-Matthias Schaart, worauf man bei der Verwendung achten sollte.

Wie wirken Selbstbräunungscremes?

Selbstbräunungscremes enthalten spezielle Zuckermoleküle (Dihydroxyaceton oder Erythrulose). Diese gehen eine chemische Reaktion mit den Proteinen und den Aminosäuren in der Haut ein, wodurch die Haut sich braun färbt.

Wie lange hält die Bräune?

Ungefähr sechs bis acht Stunden nachdem die Creme aufgetragen wurde, fängt die Bräune an, sich bemerkbar zu machen. Die Bräune hält sich dann insgesamt sieben bis zehn Tage. Wenn man eine dauerhafte Bräunung erhalten möchte, sollte man mehrmals, so alle drei bis vier Tage nachcremen. Diese Methode ist auch nicht für jeden Hauttyp geeignet. Es kann nämlich sein, dass manche Menschen gar keine Wirkung feststellen, weil 10-15 % nicht auf diese Selbstbräunungscremes reagieren. Das liegt dann an der enzymatischen Ausstattung der Haut, d. h. die chemische Reaktion der Zuckermoleküle funktioniert bei diesen Menschen einfach nicht.

Kann es aufgrund der Selbstbräunungscreme zu Hautreizungen kommen?

Eigentlich nicht. Die Zuckermoleküle, die für die Bräune der Haut sorgen, lösen keine Hautreizungen aus. Allerdings haben diese Zuckermoleküle einen eigenartigen, muffigen Geruch. Deswegen werden diesen Cremes Duftstoffe hinzugefügt, auf die einige Menschen allergisch reagieren können. Wenn man diese Selbstbräunungscremes der Sonne aussetzt, dann zersetzt sie sich und bildet Formaldehyd. Diese Substanz riecht sehr intensiv beißend und kann u. U. auch Hautreizungen auslösen. Vorsicht ist auch geboten bei Menschen, die an Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Ichthyose leiden. Durch die Hornbildung der Haut reichern sich die Cremes an diesen Stellen besonders an, sodass die Bräune unregelmäßig aussieht.

Bietet die Selbstbräunungscreme auch Schutz vor UV-Strahlen?

Ganz klare Antwort: Nein. Man muss sich zusätzlich vor der Sonne schützen. Die natürliche Bräune, durch die ein Schutz vor UV-Strahlung gegeben ist, durchzieht die ganze Oberhaut. Bei der entstandenen Bräune durch eine Selbstbräunungscreme wird lediglich die oberste Hornschicht gefärbt. Dadurch ist die Haut nicht geschützt vor den ultravioletten Strahlen.

Wie wird Selbstbräunungscreme am besten aufgetragen?

Sinnvoll kann es sein, bevor man die Creme auf die Haut aufträgt, ein Ganzkörperpeeling zu machen und abzuduschen, um oberflächlich festhaftende Krusten oder Hautschuppen zu entfernen. Dadurch wird die Haut gleichmäßig glatt und gleichzeitig aufnahmefähiger für die Selbstbräunungscreme. Anschließend sollte die Creme mit leicht kreisenden Bewegungen und mit Druck aufgetragen werden, möglichst keine Stellen aussparen. Verhornte Hautstellen, wie an den Ellenbogen sollten nur ganz dünn eingeschmiert werden. Um zu vermeiden, dass die Creme unregelmäßig aufgetragen wird, kann es hilfreich sein, eine getönte Selbstbräunungscreme zu verwenden, damit man genau sieht, an welchen Stellen die Creme bereits aufgetragen worden ist und wo noch nicht. Bevor man sich dann anzieht, ist es wichtig, die Creme mindestens 15 Minuten einziehen zu lassen. Ansonsten kann es zu Verfärbungen auf heller Kleidung kommen.

Ist die Verwendung von Selbstbräunungscreme gesundheitsschädlich?

Nein, es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die schädliche Auswirkungen von diesen beiden Zuckermolekülen auf die Haut oder den Organismus des Menschen belegen. Aber, wie bereits erwähnt, können die Zusatzstoffe, wie Duftstoffe zu Allergien oder Unverträglichkeiten führen. Genauso ist das Sonnenbaden ohne zusätzlichen Schutz bedenklich, worauf achtgegeben werden sollte.

Quelle: Patient und Haut 02/2013

27.02.14

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