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Selentherapie bei Krebs

Bei den komplementären Behandlungsmethoden fällt auch immer wieder der Begriff Selentherapie. Doch was ist überhaupt Selen und welche Bedeutung hat es für unseren Körper – und vor allem bei einer Krebserkrankung?

Selen gehört zu den Spurenelementen und ist lebensnotwendig für unseren Körper. Es wird im Zusammenhang mit Krebs erforscht, da es Hinweise darauf gibt, dass manche Krebserkrankungen mit einem Selenmangel einhergehen – bzw. eine Selenzufuhr vor Krebs schützen könnte. Doch auch für bereits an Krebs Erkrankte könnte eine zusätzliche Einnahme von Selen sinnvoll sein.

Wirkung von Selen

In der komplementären Therapie wird Selen gebunden an Natrium verabreicht (sog. Na-Selenit), da Selen so besser von Körper aufgenommen werden kann. Das Selen wird dann für die Funktion sog. antioxidativer Enzyme genutzt. Solche antioxidativen, selenhaltigen Enzyme können dann die sog. freien Radikale neutralisieren. Diese entstehen beispielsweise bei der Chemo- und Strahlentherapien und schädigen die Zellen – selenhaltige Enzyme können hiervor schützen. Anders sieht das bei Krebszellen aus, heißt es weiter: Da sie einen anderen Stoffwechsel haben, schützt Selen diese nicht. Vielmehr scheint es so zu sein, dass die Krebstherapie durch Na-Selenit besser wirkt, zeigen experimentelle Untersuchungen.

Klinische Studie ergaben außerdem laut Internetportal Komplementäre Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen, dass es zu weniger Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie kommt, wenn zusätzlich Selen in Form von Na-Selenit eingenommen wird – die Patienten haben so eine bessere Lebensqualität und halten die eigentlichen Krebstherapien besser durch.

Einnahme von Selen während der Krebstherapie

Die zusätzliche Einnahme von Selen während der Krebstherapie gilt als unbedenklich – nur bei sehr starker Überdosierung treten Beschwerden wie Bauchschmerzen auf. Als Nahrungsergänzung können während der Chemo- oder Strahlentherapie 300 Mikrogramm Na-Selenit pro Tag eingenommen werden. Selen in der Komplementärtherapie sollte nicht zusammen mit Vitamin-C-haltigen Präparaten oder Speisen bzw. Getränken eingenommen werden, da Vitamin-C das Na-Selenit so umwandelt, dass es nicht mehr für den Körper verfügbar ist. Die Kosten für die zusätzliche Gabe von Selen erstattet die Krankenkassen i. d. R. nur dann, wenn ein erwiesener Selenmangel im Blut vorhanden ist.

Wenn die Therapie abgeschlossen ist, sollte man versuchen, seinen Selenspiegel auf natürliche Art und Weise – durch eine entsprechende Ernährung – zu optimieren, heißt es weiter. Nur im Einzelfall sollte das Selen dann noch als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden – und wie bei jeder komplementärmedizinschen Methode ist es wichtig, eine solche Einnahme immer vorab mit dem Arzt abzusprechen.

Quelle: Befund Krebs 1/2016

30.05.16

Weiterführende Informationen zur Selentherapie bei Krebs
Komplementäre Behandlungsmethoden
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