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Spezial-BHs und Bademode für Brustkrebspatientinnen

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Spezial-BHs für Brustkrebspatientinnen nicht von einem herkömmlichen BH, aber das Detail macht den Unterschied. Der Tragekomfort sollte im Vordergrund stehen, auf weiche und angenehm auf der Haut zu tragende Materialien sollten Frauen besonders achten. Für die Badesaison gibt es auch modische Spezial-Badeanzüge.

Unterschiedliche Arten an BHs

Brustoperierte Frauen haben die Möglichkeit, mit speziellen BHs eine Prothese im BH-Cup zu fixieren. Hierfür verfügen die BHs über Taschen, die in die Körbchen eingearbeitet sind, sodass die Einlage komplett umschlossen ist. „Optisch unterscheiden sich die Spezial-BHs kaum mehr von den herkömmlichen. Lediglich der Mittelsteg ist etwas höher gearbeitet, damit das BH-Körbchen die Prothese voll umschließen kann. Des Weiteren wird im Care Bereich weitgehend auf eingearbeitete Bügel verzichtet. Es gibt aber viele Modelle, deren Schnittführung denen der Bügel-BHs sehr ähneln“, erläutert Annemarie Schott-Kaspar, Hamburg.

Nach der Operation ist es sinnvoll, wenn die Frauen erst einmal keinen Bügel-BH tragen, weil der Bügel drücken kann und das gerade nach der Operation als unangenehm empfunden wird. „Für Frauen, deren Brust nach einer OP noch bestrahlt werden muss, gibt es auch sog. Strahlen-BHs. Da sie innen mit einem sehr weichen und hautfreundlichen Material unterlegt sind und ihre Nähte außen liegen, kann die Brust auch in der Zeit der Bestrahlung schonend gestützt werden“, sagt Frau Schott-Kaspar. Gerade nach der Bestrahlung trägt sich solch ein hautfreundlicher BH angenehm auf der Haut.

Tragekomfort

Bevor sich eine Frau für einen BH entscheidet, sollte sie sich zunächst ausführlich beraten lassen. „Wichtig ist es gemeinsam mit der betroffenen Frau zu klären, welche Ansprüche sie an einen BH stellt und wie ihr individueller Bedarf ist. Liegt z. B. ein Lymphödem vor oder ist die Patientin eine aktive Sportlerin? Spielen für sie Bequemlichkeit oder Attraktivität eine besondere Rolle? Für viele Situationen gibt es passende Spezial-BHs“, erklärt Frau Schott-Kaspar. Ein Spezial-BH sollte auch immer den Sitz der Brustprothese unterstützen. Im Idealfall sollte der BH die Prothese fixieren, sodass das BH-Körbchen die Prothese vollständig umschließt. Auf diese Weise sorgt der BH dafür, dass das Narbengewebe vollkommen abgedeckt wird. Ein Spitzeneinsatz für die Mitte verdeckt auch höher ragendes Narbengewebe. Der Tragekomfort sollte klar im Mittelpunkt stehen.

„Wie bei herkömmlicher Wäsche werden auch die Spezial-BHs aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Neben Baumwolle und Mischgeweben werden viele Care-BHs aus besonders anschmiegsamer, hautfreundlicher und klimatisierender Mikrofaser hergestellt, die durch ihre guten Trageeigenschaften einen besonders hohen Komfort bieten“, sagt Frau Schott-Kaspar. Für Brustkrebspatientinnen, bei denen das Risiko für ein Lymphödem erhöht ist, gibt es auch spezielle Entlastungs-BHs. Meistens haben sie einen sehr breiten Träger, oftmals sind sie auch gepolstert oder quer verstärkt. Auf diese Weise ist die Schulter entlastet und die Lymphe kann besser fließen.

Bademode

Für Brustkrebspatientinnen gibt es auch Bademode, die speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. „Im Brustbereich sind dort ebenfalls Taschen eingearbeitet und die Badeanzüge haben eine richtige Korsage im Brustbereich, sodass die Brustprothesen beim Schwimmen auch tatsächlich fixiert sind. Die Auswahl an Bademode ist sehr groß und es findet sich für jede Kundin ein passendes Modell. Im Laufe der Jahre hat sich in dem Bereich auch eine Menge zum Positiven verändert“, sagt Frau Schott-Kaspar. Bikiniträgerinnen müssen sich daran gewöhnen, dass das Oberteil eventuell etwas größer ausfällt als Modelle, die sie vorher getragen haben.

Zuschuss von der Krankenkasse

Die Kosten für die Bademode werden, wie die BHs z. T. von der Krankenkasse übernommen. „Die meisten Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten für Prothesen-BHs und Spezial-Bademode. Sie bezuschussen diese i. d. R. mit einem Festbetrag, der von Kostenträger zu Kostenträger unterschiedlich hoch sein kann“, erläutert Frau Schott-Kaspar. Pro Jahr hat die Patientin meist Anspruch auf zwei spezielle BHs und alle zwei Jahre auf eine neue Brustprothese.

Quelle: Leben? Leben! 2/2014

07.07.17

Brustprothesen|Spezial-BHs
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