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Woher kommt der Storchenbiss bei Säuglingen?

Ein Storchenbiss ist eine Laienbezeichnung für eine Hautauffälligkeit, die häufig bei Neugeborenen schon direkt bei der Geburt sichtbar ist. Es handelt sich dabei um eine Rötung der Haut, meistens im Nacken der Kinder. Manchmal kann die Hautrötung auch vorne auf der Stirn zwischen den Augenbrauen auftreten, bekannt als Engelskuss. Ein Storchenbiss ist i. d. R. ungefährlich und muss nicht behandelt werden.

Gerötete Haut bei einem Storchenbiss

„Letztendlich handelt es sich bei einem Storchenbiss um erweiterte Blutgefäße (Kapillare) in der Haut. Durch diese fließt an dieser Stelle mehr Blut und demzufolge entsteht die Rötung. Bei manchen Neugeborenen dauert die Rötung mehrere Monate an. Mit der Zeit verschwindet sie aber i. d. R. wieder. Ein Storchenbiss kann bis zu mehrere Monate sichtbar sein. Wenn die Kinder ein bis eineinhalb Jahre alt sind, blasst das ganze ab und verschwindet meist wieder“, erläutert Prof. Dr. Jochen Rößler vom Universitätsklinikum Freiburg.

Zu den Symptomen bei einem Storchenbiss zählt die Hautrötung, die im Nacken oder auf der Stirn auftritt. I. d. R. haben die Kinder keine weiteren Symptome. Die Ursachen für einen Storchenbiss sind noch nicht genau geklärt. „Es gibt dazu keine wissenschaftlichen Untersuchungen, weil die Kinder meist nicht beeinträchtigt sind, es i. d. R. zu keinen Komplikationen kommt und die Hautrötung wieder von alleine verschwindet“, sagt Prof. Rößler. „Die Kapillaren der Haut sind etwas erweitert. Ob das während des Geburtsvorgangs passiert oder durch hormonelle Umstellungen, sind Vermutungen, die bisher nicht wissenschaftlich untersucht und belegt worden sind“, so Prof. Rößler.

Kinderarzt aufsuchen, um andere Hauterkrankungen auszuschließen

„Wichtig ist es, dass die Eltern über einen Storchenbiss gut aufgeklärt werden, damit sie sich nicht allzu große Sorgen machen“, sagt Prof. Rößler. Wenn Eltern die Hautrötung auffällt, sollten sie das mit dem Kinderarzt besprechen. Nur der Kinderarzt sollte eine Diagnose stellen. Wichtig ist, dass der Arzt den Storchenbiss von anderen Hauterkrankungen unterscheidet und abgrenzt zu einem Hämangiom und Feuermalen. „Ein Feuermal ist eine angeborene Fehlbildung der Kapillaren. Dabei treten auch Rötungen im Gesicht auf. Im Gegensatz zu einem Storchenbiss ist diese Rötung dauerhaft und bleibt lebenslang vorhanden“, erklärt Prof. Rößler. Feuermale können mit einem Farbstofflaser behandelt werden. Hämangiome sind Blutschwämme, die anfangs einem Storchenbiss sehr ähnlich sehen können. „Im Gegensatz zu einem Storchenbiss wachsen Hämangiome, sie werden größer und dicker. Bei Hämangiomen handelt es sich um Auffälligkeiten, die behandelt werden sollten, um das Wachstum zu stoppen“, rät Prof. Rößler. Bei einem Storchenbiss hingegen handelt es sich um eine Hautrötung, die i. d. R. keine Behandlung oder besondere Hautpflege erfordert.

Quelle: Patient und Haut 2/2014

13.03.15

Storchenbiss
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