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Strahlentherapie bei Prostatakrebs

Die Strahlentherapie bei Prostatakrebs kann in verschiedenen Stadien der Erkrankung zum Einsatz kommen. Wie der Krebsinformationsdienst berichtet, wird sie beispielsweise bei kleinen, auf die Prostata begrenzten Tumoren angewandt und kann hierbei eine Alternative zur Operation oder zum Abwarten sein.

Auch bei weiter fortgeschrittenen Tumoren, die sich bereits weiter ausgedehnt haben bzw. bei örtlich auftretenden Rezidiven kommt die Strahlentherapie zur Anwendung, entweder allein oder kombiniert mit anderen Behandlungsmöglichkeiten. Bei metastasiertem Prostatakrebs wird die Strahlentherapie beispielsweise gegen Knochenmetastasen genutzt, um die entsprechenden Beschwerden zu lindern, so der Krebsinformationsdienst.

Strahlentherapie von außen und innen

Es gibt verschiedene Formen der Strahlentherapie bei Prostatakrebs. Bei der von außen erfolgenden, perkutanen Strahlentherapie wird nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft mittels einer Computertomografie die Prostata abgebildet und das Bestrahlungsfeld bestimmt, auf das sich die Strahlentherapie richtet. Gesundes Gewebe soll dabei geschont werden. Die perkutane Strahlentherapie erfolgt über mehrere Wochen.

Beim Prostatakrebs gibt es zudem die Möglichkeit, von innen zu bestrahlen, die sog. Brachytherapie. Dafür werden kleine radioaktive Teilchen in die Prostata eingesetzt, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Bei der sog. Seed-Implantation verwendet man hierfür sehr kleine Strahlungsquellen mit kurzer Strahlung, die der Arzt mit Punktionsnadeln einsetzt. Ziel ist es, die Tumorzellen mit der von den Seeds ausgehenden radioaktiven Strahlung von innen zu zerstören. Laut Krebsgesellschaft ist die Brachytherapie bei Prostatakrebs im frühen Stadium ebenso wirksam wie die Bestrahlung von außen, bei lokal fortgeschrittenen oder aggressiven Tumoren wird sie i. d. R. nicht angewandt.

Das sog. Afterloading beinhaltet nur eine kurzfristige Platzierung der Strahlenquelle für einige Stunden, sodass zielgenau hohe lokale Dosen den Tumor erreichen. Laut Krebsgesellschaft erfolgt diese Behandlung in Kombination mit einer externen Bestrahlung.

Der Krebsinformationsdienst rät dazu, vor der Brachytherapie die Kostenübernahme durch die Krankenkassen abklären zu lassen.

Nebenwirkungen und Spätfolgen

Die Strahlentherapie bei Prostatakrebs kann mit Nebenwirkungen verbunden sein, wie Entzündungen der Blasenschleimhaut oder des Darms. Zu den möglichen Langzeitfolgen gehören Inkontinenz und Impotenz. Laut einer Studie, über die im vergangenen Jahr die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) berichtete, ist die Lebensqualität von Männern mit Prostatakrebs 15 Jahre nach einer Operation niedriger als nach einer Strahlentherapie. So war der Anteil der Patienten, die regelmäßig Einlagen tragen müssen, 15 Jahre nach der Operation mehr als doppelt so hoch wie bei den strahlentherapierten Patienten. Bei der Sexualfunktion hatten Männer aus der Prostatektomie-Gruppe nach zwei und fünf Jahren häufiger Erektionsstörungen als die aus der Radiotherapie-Gruppe, obwohl Letztere im Mittel fünf Jahre älter waren.

Quelle: Befund Krebs 5/2014

16.02.17

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