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Therapie von Asthma bei Kindern und Jugendlichen

Die Asthmatherapie besteht, wie bei Erwachsenen auch, u. a. aus der medikamentösen Therapie. Begleitet wird diese von Patientenschulungen, körperlichem Training und Atemphysiotherapie. Ebenfalls sollte eine Belastung durch Schadstoffen, Allergenen und Tabakrauch vermieden werden.

Die Ziele einer Asthmatherapie liegen im Allgemeinen in der Kontrolle der Erkrankung. Dazu gehört

  • Symptomfreiheit
  • dass keine Beeinträchtigungen körperlicher Natur oder im sozialen Bereich bestehen
  • dass es zu keinen nicht gewollten Nebenwirkungen der Therapie kommt
  • dass die Lungenfunktion normalisiert wird
  • dass keine Folgeschäden entstehen
  • dass allgemein die Lebensqualität des Patienten in Bezug auf seine Erkrankung gebessert wird

Grad der Asthmakontrolle

Auch bei Kindern richtet sich die Therapie nach dem Grad der Asthmakontrolle. Die drei Grade sind definiert als kontrolliertes Asthma, teilweise kontrolliertes Asthma und unkontrolliertes Asthma. Der Grad wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Damit soll überprüft werden, ob die eingeleiteten Therapiemaßnahmen sinnvoll sind und ob ggf. eine Intensivierung respektive Reduzierung notwendig ist.

Medikamentöse Therapie von Asthma bei Kindern

In der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma wird die medikamentöse Asthmatherapie bei Kindern in aufeinanderfolgenden Stufen eingeteilt. Jede Therapiestufe gibt dabei bestimmte Therapiemaßnahmen vor. Auf der ersten Stufe kann der Patient bei Bedarf ein rasch wirkendes Beta-2-Sympathomimetikum (RABA) inhalieren. Als mögliche Alternative oder als zusätzliche Medikation kann auf der ersten Stufe auch ein Anticholinergikum verschrieben werden. Auf den Stufen zwei bis fünf werden dann Langzeittherapeutika verordnet, parallel kann auch bei Bedarf ein RABA eingenommen werden, z. B. auch als Vorbeugung vor körperlicher Belastung. Auf der zweiten Stufe wird bevorzugt ein niedrig dosiertes inhalatives Glukokortikosteroid (ICS) verordnet, alternativ kann ein Leukotrienrezeptorantagonist (LTRA) inhaliert werden.

Ein ICS wird auf der Stufe drei mittel dosiert oder es wird niedrig bis mittel dosiert und zusätzlich kommt ein LTRA oder ein lang wirkendes Beta-2-Sympathomimetikum (LABA) hinzu. Auf der vierten Stufe erhöht sich die Dosierung der genannten Wirkstoffe aus der Stufe drei. Die Medikation der vierten Stufe wird in der fünften Stufe wiederholt und zusätzlich wird noch ein orales Kortikosteroid (in der niedrigsten wirksamen Dosierung) eingenommen. Des Weiteren kann in besonderen Fällen ein monoklonaler Anti-IgE-Antikörper bei einer IgE-vermittelten Pathogenese verordnet werden. Ebenfalls kann in begründeten Fällen ein Retardtheophyllin verschrieben werden. Je nach Alter des Kindes muss ggf. auch eine Modifikation des Stufenplanes vorgenommen werden.

Wie die Lungenärzte im Netz mitteilen, ist es wichtig, dass der Patient vor sportlicher Aktivität vorsorglich ein Bedarfsmedikament inhaliert. Außerdem sollte beim Sport darauf geachtet werden, dass die Belastung nicht zu stark wird. Bei einem möglichen Asthmaanfall muss auf Bedarfsmedikation und auf atemerleichternde Übungen zurückgegriffen werden.

Da die meisten Medikamente inhalativ eingenommen werden, ist die Schulung der korrekten Inhalation sinnvoll. Für viele Inhalationsgeräte gibt es auch Inhalationshilfen z. B. sog. Spacer oder Gesichtsmasken. Auch der Gebrauch ist i. d. R. vom Alter des Patienten abhängig.

In den Patientenschulungen werden dieselben Inhalte wie bei den Erwachsenen vermittelt. Die Patienten werden über die biologischen Zusammenhänge des Asthmas und über mögliche Auslöser informiert. Das Selbstmanagement soll u. a. mit der Peak-Flow-Messung und dem Asthmatagebuch geschult werden. Wichtig ist das Wissen über die verschiedenen Medikamente und wann welche eingesetzt werden müssen. Auch der psychisch-soziale Aspekt wird thematisiert. Atemerleichternde Techniken werden eingeübt und Maßnahmen gegen einen Asthmaanfall werden besprochen. Hierüber informiert die Deutsche Atemwegsliga in ihrer Broschüre Asthmatherapie bei Kindern.

Quelle: Allergikus 2/2014

03.11.14

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