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Therapie bei COPD – Eine Liga-Information

Für COPD-Betroffene ist es entscheidend, die Erkrankung frühzeitig zu behandeln. Denn je später COPD behandelt wird, desto mehr Lungengewebe kann irreparabel zerstört sein.

Husten und Auswurf, die beiden frühesten Krankheitssymptome, werden von Betroffenen oft als Zeichen des fortgeschrittenen Alters oder Rauchens interpretiert. Weitere Symptome sind Atemnot und Atemgeräusche wie Pfeifen oder ein Engegefühl in der Brust. Ab dem 45. Lebensjahr steigt das Risiko, an COPD zu erkranken.

Spray, Pulver und Tabletten

COPD wird medikamentös behandelt. Zur Entzündungshemmung und Erweiterung der Atemwege gibt es eine Reihe etablierter Medikamente, die als Spray, Pulver oder Tablette erhältlich sind. Als sog. Erweiterer werden sog. Anticholinergika, Betamimetika oder Theophyllin verordnet. Sie erweitern die Atemwege.

Kortison wirkt entzündungshemmend, kommt aber nur in fortgeschrittenem Stadium zum Einsatz. Kortisonsprays zum Inhalieren sind niedrig dosiert, da das Medikament direkt an den Wirkort gelangt, Nebenwirkungen sind minimal. Kortisontabletten sind höher dosiert und werden nur vorübergehend bei plötzlich auftretenden Verschlechterungen verordnet. Schleimlösende Präparate können die medikamentöse Therapie ergänzen.

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, müssen Medikamente auf die Krankheit, mögliche Begleiterkrankungen und auf die betroffene Person genau vom Arzt abgestimmt werden. Die Medikamente sollen dann nicht nur irgendwie, sondern „richtig“ nach Empfehlung des Arztes angewendet werden. Dies gilt auch dann, wenn keine sofortige, unmittelbare Wirkung des verordneten Medikamentes zu erkennen ist.

Richtig inhalieren

Im Vergleich zu Medikamenten, die eingenommen werden müssen, ist die richtige Anwendung von Sprays oder Pulvern zum Inhalieren schwieriger. Es gibt verschiedene Inhalationssysteme, die alle etwas anders zu bedienen sind. Die richtige Inhalation kann den Unterschied ausmachen zwischen erwünschter Wirkung, oft sogar mit einer geringeren Dosis, und ausbleibender Wirkung oder gar Nebenwirkungen. Die Deutsche Atemwegsliga hat die Handhabung der gängigen Sprays und Pulver zum Einatmen gefilmt.

Neben der medikamentösen Therapie werden begleitende Maßnahmen wie körperliches Training, Patienten- und Atemschulung oder eine auf die Krankheit abgestimmte Ernährungsberatung empfohlen. Schlagen die herkömmlichen Therapiewege nicht an, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Langzeitsauerstofftherapie angezeigt sein. Eine Operation der Atemwege kommt nur bei wenigen Patienten infrage. Diese und weitere Informationen gibt es bei der Deutschen Atemwegsliga e. V. unter oben genannter Adresse.

Quelle: Allergikus 01/2013

09.04.13

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