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Therapie einer Kontaktallergie

Die Behandlung einer Kontaktallergie besteht i. d. R. darin, das verursachende Allergen/den Stoff zu vermeiden. Um nicht doch in Kontakt mit einem Stoff zu kommen, sollte ein Allergiepass immer bei sich getragen werden. Des Weiteren muss z. B. bei Cremes oder Inhaltsstoffen, Textilien etc. genau geprüft werden, ob das entsprechende Allergen enthalten sein könnte.

Ggf. wird der behandelnde Arzt kortisonhaltige Cremes verordnen. Die Haut sollte darüber hinaus besonders gepflegt werden, denn der Säure- und Fettschutzmantel sollte unterstützt werden. Hierfür eignen sich z. B. Schutzcremes oder Seifen, die einen pH-Wert zwischen 5 und 6,5 besitzen. Alle Hautpflegemaßnahmen sollten immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch im Sommer sollte nach jeder Beanspruchung der Haut, durch Wärme oder Sonnencreme, Salzwasser etc. die Haut gereinigt werden und mit rückfettenden Salben oder Ölen gepflegt werde, berichtet der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

Allergen meiden

Das Allergen weitgehend zu meiden, ist bei jeder Allergie das A und O. So sollten Menschen mit einer Nickelallergie darauf achten, möglichst keinen Schmuck zu tragen, der Nickel enthält. Hosenknöpfe mit Nickel sollten nicht mit nackter Haut in Berührung kommen – manchmal hilft es bereits, den Knopf mit einem Schutz zu überziehen, ihn z. B. mit Nagellack zu bestreichen, damit die Kontaktallergie nicht ausbrechen kann. Anstelle von Brillengestellen aus Metall sollten Menschen mit einer Nickelallergie besser Brillengestelle aus Kunststoff tragen. Kleine Schräubchen in der Brille, die Nickel enthalten, können ausgetauscht werden oder aber mit einem Schutz gegen den direkten Kontakt überzogen werden.

Lösen Substanzen die Allergie aus, mit denen die Betroffenen im Berufsleben ständig zu tun haben, wird es u. U. schwieriger, die Allergene zu meiden. Medizinische Fachkräfte mit einer Latexallergie, die häufig Schutzhandschuhe tragen müssen, sollten dann etwa auf Handschuhe zurückgreifen, die kein Latex enthalten. Reinigungspersonal mit einer Allergie gegen bestimmte Stoffe in Reinigungsmitteln muss zur Allergievorbeugung ebenfalls Handschuhe tragen. Das gilt auch für Friseure, die gegen Substanzen in Haarfärbemitteln oder anderen Flüssigkeiten allergisch sind, mit denen sie oft Kontakt haben.

Wer das entsprechende Allergen nicht meidet, kann ein chronisches Hautekzem entwickeln. Die Folge sind Hautverdickungen, die sich entzünden, starke Verhornung und ein insgesamt verändertes Hautbild. Voraussetzung ist deshalb, den allergenen Stoff konsequent zu meiden. Zusätzlich hilft bewusste Hautpflege, die Beschwerden gering zu halten. Wichtig ist, den Fett- und Säureschutzmantel der Haut zu stabilisieren. Dadurch wird das Eindringen des Allergens erschwert. Tipps zur richtigen Hautpflege geben der behandelnde Hautarzt oder der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

Weitere Maßnahmen bei einer Kontaktallergie

Zur Vorbeugung weiterer Kontaktallergien sollten Betroffene auf das Tragen von Modeschmuck, insbesondere auf Ohrringe und Piercings verzichten. Auch Tätowierungen sind für Menschen mit Kontaktallergien tabu, da die verwendeten Farben ebenfalls Allergien auslösen können. Vorsicht ist im Umgang mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln geboten, ebenso mit Weichspülern und Waschmitteln, die viele Duftstoffe enthalten. Auf die Hautpflege sollten Kontaktallergiker großen Wert legen. Das heißt u. a., die betroffenen Hautstellen regelmäßig säubern, am besten mit seifen- und duftstofffreien Waschsubstanzen, und sie im Anschluss gut einzucremen – und zwar mit rückfettenden Cremes ohne Duft- und andere Zusatzstoffe. Bei bereits bestehenden Ekzemen sollte die Haut zusätzlich mit vom Arzt verordneten Cremes (z. B. kortisonhaltigen Salben) behandelt werden. Ebenfalls nach jedem Waschen versteht sich. Ansonsten heißt es für Kontaktallergiker, die Haut so gut wie möglich vor Verletzungen zu schützen und bei Bedarf entsprechende Kleidung (z. B. langärmelige Kleidung, lange Hosen) zu tragen, die vor dem Kontakt mit dem jeweiligen Allergen bewahrt.

Quelle: allergikus 3/2016

25.10.16

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