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Therapieziel: Asthmakontrolle

Asthma ist zwar nicht heilbar, aber mit einem kontrollierten Asthma können die meisten Erwachsenen und Kinder ein normales Leben führen.

Bei der Behandlung von Asthma werden folgende Ziele verfolgt:

  • Keine Beeinträchtigung der körperlichen, psychischen, seelischen oder geistigen Entwicklung
  • Keine längerfristige Beeinträchtigung alltäglicher Aktivitäten oder der Aktivitäten im sozialen Umfeld
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Verhindern des Fortschreitens der Krankheit
  • Verbesserung/Normalisierung der Lungenfunktion
  • Keine Entstehung akuter oder chronischer Beschwerden
  • Reduzierung der bedrohlichen Fälle
  • Keine medikamentösen Nebenwirkungen

Bei einem gut kontrollierten Asthma hat der Betroffene in der Nacht keine Atemnot oder ähnliche Beschwerden. Auch tagsüber treten nur selten Beschwerden auf. Die Aktivitäten werden durch die Erkrankung nicht eingeschränkt und die Lungenfunktion ist normal.

Eingesetzte Medikamente

Zur Behandlung des Asthmas werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Ziel ist es, die chronische Entzündung und damit die Überempfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität) zu reduzieren. Zudem kommen Arzneimittel zum Einsatz, die die verengten Bronchien weiten – dadurch verringert sich die Atemnot beim Kontakt mit dem Auslöser. Die Medikamente funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Das Medikament (der Schlüssel) sucht sich eine passende Bindungsstelle (passendes Schlüsselloch). Erst dann kann es wirken. Die passenden Bindungsstellen können dabei nicht nur in den Atemwegen, sondern auch an anderen Organen oder Zellen vorhanden sein – dadurch können unerwünschte Wirkungen zustande kommen.

Bronchodilatatoren wirken ähnlich wie Stresshormone: Manchmal ist es nötig, in Stresssituationen schnell zu rennen. Dies geht jedoch nur, wenn man gut Luft bekommt. Daher stellen Stresshormone die Bronchien weit. Weitere Wirkungen der Stresshormone sind Zittern oder aufgeregt sein. Die Bronchodilatatoren gibt es als Bedarfsmedikamente (Reliever), die die Bronchien schnell erweitern und rasch bei einem Asthmaanfall wirken. Einige Bronchodilatatoren gehören zu den Dauermedikamenten (Controller), die ständig eingenommen werden. Ihre Wirkung setzt später ein, hält dafür länger an.

Kortisonhaltige Medikamente sind Abkömmlinge des körpereigenen Hormons Kortison, welches der Körper in der Nebenniere selbst herstellt. Auch dieses wird in Stresssituationen gebildet und reguliert das Immunsystem. Die Medikamente wirken vor allem entzündungshemmend, unterdrücken also die ständige Entzündungsbereitschaft der Atemwege. Sie wirken auf lange Sicht und können Asthmaanfällen vorbeugen. Anders als bei den Bronchodilatatoren setzt die Wirkung erst nach mehreren Tagen und Wochen ein.

Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten wirken entzündungshemmend, indem sie die Wirkung bestimmter Gewebehormone, der sog. Leukotriene, blockieren.

Gentechnisch hergestellte Antikörper sind Eiweiße, die gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen.

Die Behandlung besteht aus medikamentösen und nichtmedikamentösen Maßnahmen. Eine dieser nichtmedikamentösen Maßnahmen ist Sport. Laut Deutscher Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin können Betroffene mit Ausdauer- und Krafttraining ihre Asthmakontrolle deutlich fördern.

Asthma-Management durch Selbstkontrolle

Das Peak-Flow-Meter ist ein wichtiges Hilfsmittel, um den Verlauf der Erkrankung selbstständig zu überprüfen. Um rechtzeitig eine eventuelle Verschlechterung zu erkennen, sollten Betroffene regelmäßig zu Hause mit dem Peak-Flow-Meter ihre Ausatmungsgeschwindigkeit bestimmen. Die Messung sollte zwei- bis dreimal täglich durchgeführt und in ein Asthmatagebuch eingetragen werden.

Quelle: COPD und Asthma 3/2017

03.11.17

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