- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Allergien - Tierhaarallergie - Diagnose einer Tierhaarallergie

Diagnose einer Tierhaarallergie

Bei einer Tierhaarallergie ist es wichtig, bei der Diagnose das Allergen zu ermitteln, welches die Beschwerden hervorruft. Einen besonders großen Stellenwert während der Diagnose hat dabei die Anamnese (Krankengeschichte), da dadurch möglicherweise bereits der Auslöser für die Tierhaarallergie identifiziert werden kann. Zudem stehen mit Haut- und Bluttests verschiedene Verfahren zur Diagnose einer Tierhaarallergie zur Verfügung. Unter Umständen kann zur Diagnose auch die Durchführung eines Provokationstests erforderlich sein, um die Allergene bei einer Tierhaarallergie festzustellen.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Bei der Anamnese wird der Arzt eine Reihe gezielter Fragen stellen und sich genau die aufgetretenen Symptome schildern lassen, um die Diagnose einer Tierhaarallergie zu sichern. Von besonderem Interesse wird sein, wann die Symptome einer möglichen Tierhaarallergie aufgetreten sind und ob es einen möglichen Auslöser für eine Tierhaarallergie gibt. In vielen Fällen kann so bereits eine Tierhaarallergie vermutet werden und auch auf das eventuell auslösende Tier geschlossen werden. Da Tierhaarallergien eine erbliche Komponente beinhalten, wird den Arzt unter Umständen interessieren, ob bereits Allergien in der Familie aufgetreten sind und wenn ja, gegen welche Allergene.

In der anschließenden körperlichen Untersuchung zur Diagnose wird der Arzt den Patienten auf das Vorhandensein von Allergiesymptomen einer potenziellen Tierhaarallergie untersuchen. Dabei wird er die Nase und die Nasennebenhöhlen, die Augen und die Haut genau betrachten. Besteht nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung der Verdacht auf die Diagnose einer Tierhaarallergie, so kann diese Untersuchung durch verschiedene diagnostische Verfahren bestätigt werden. Kommen verschiedene Substanzen als mögliche Auslöser für eine Tierhaarallergie in Betracht, so kann durch bestimmte Tests herausgefunden werden, auf welche der Patient tatsächlich reagiert.

Hauttests zur Diagnose einer Tierhaarallergie

Es gibt verschiedene Hauttests, die zur Diagnose einer Tierhaarallergie eingesetzt werden können. Methode der Wahl ist in den meisten Fällen ein sogenannter Prick-Test. Dabei werden Extrakte aller Allergene, die nach der Anamnese als Auslöser für die unerwünschte Immunreaktion in Betracht kommen, auf die Haut getropft und anschließend mit einer Lanzette in diese eingestochen. Dann wird zehn bis zwanzig Minuten gewartet. Befinden sich IgE-Antikörper gegen das jeweilige Allergen in der Haut, so wird eine allergische Reaktion vom Soforttyp ausgelöst. Diese äußert sich durch ein Auftreten von Hautrötungen und eine Quaddelbildung an genau der Stelle, an der das Allergen in die Haut eingebracht wurde.

Ein Prick-Test allein kann keine sichere Diagnose für eine Tierhaarallergie liefern, da die Haut auch aufgrund einer Infektion oder der Einnahme bestimmter Medikamente besonders empfindlich reagieren kann. Stützt der Test aber die Vermutung einer Tierhaarallergie, die bereits anhand der Anamnese gestellt wurde, kann von einer korrekten Diagnose des Allergens ausgegangen werden.

Konnte im Prick-Test die Diagnose einer Tierhaarallergie nicht bestätigt werden, obwohl diese nach Anamnese und körperlicher Untersuchung angenommen wurde, steht mit dem Intradermaltest ein weiterer Hauttest zur Diagnose einer Tierhaarallergie zur Verfügung. Mit ihm können die die Tierhaarallergie auslösenden Substanzen leichter identifiziert werden, weil sie nicht nur oberflächlich aufgebracht und dann in die Haut eingestochen werden, sondern direkt mit einer Spritze in die Haut appliziert werden. Da dieser Prozess für den Patienten allerdings schmerzhaft ist, kommt die Methode in der Regel nur dann zur Anwendung, wenn mit dem Prick-Test kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde. Die Auswertung erfolgt bei beiden Verfahren auf dieselbe Art und Weise.

Diagnose von Tierhaarallergie: Bluttest

Die Durchführung eines Bluttests zur Diagnose einer Tierhaarallergie ist sinnvoll, wenn anhand der Hauttests keine eindeutige Diagnose einer Tierhaarallergie gestellt werden konnte. Auch bei kleinen Kindern, die Angst vor dem Einsatz der Lanzette beim Prick-Test haben, kann einem Bluttest der Vorzug gegeben werden. Es wird Blut aus der Armvene entnommen und anschließend im Labor auf das Vorhandensein von IgE-Antikörpern untersucht. Eine Bestimmung einer Erhöhung des generellen IgE-Spiegels (Gesamt-IgE) ist dabei für die Diagnose einer Tierhaarallergie eher ungeeignet, da auch durch bestimmte Infektionen vermehrt IgE produziert wird. Außerdem lässt eine solche Analyse keinen Rückschluss auf den Auslöser der Tierhaarallergie zu. Besser geeignet ist daher ein Nachweis von spezifischem IgE, also eine gezielte Untersuchung des Blutes auf IgE-Antikörper gegen Tierallergene. Werden solche Antikörper gefunden, geben sie einen wichtigen Hinweis auf ein tatsächliches Vorliegen einer Tierhaarallergie.

Provokationstest

Gerade bei Menschen, die mehrere Tiere besitzen, kann eine Differenzierung erforderlich sein, gegen welches Tier nun tatsächlich die Tierhaarallergie besteht. Der Nachweis spezifischer Antikörper gegen ein Allergen gibt einen Hinweis auf ein bestimmtes Allergen, er kann aber nicht bestimmen, ob dieses auch tatsächlich für die aufgetretenen Symptome einer möglichen Tierhaarallergie verantwortlich ist. Dies kann mit einem Provokationstest geschehen. Dabei bringt der Arzt die Schleimhaut oder die Bindehaut des Auges mit dem in Verdacht stehenden Allergen in Kontakt. Tritt nun eine Reaktion auf, löst das Allergen tatsächlich Symptome aus. Da diese Reaktionen in manchen Fällen sehr heftig sein können, darf ein solcher Test nur in Anwesenheit eines Arztes stattfinden.

Lydia Köper

17.07.12

Diagnose
Newsletter An-/Abmeldung

Code: BUEY