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Tipps bei der Berufswahl

Junge Menschen, die mit Typ-1-Diabetes aufwachsen, stehen irgendwann so wie alle Jugendlichen vor der Frage der Berufswahl – nur dass bei ihnen die Erkrankung eine Einschränkung bedeuten könnte. Viele junge Menschen mit Typ-1-Diabetes haben daher Sorge, ob sie wirklich ihren Traumberuf ergreifen können. Doch zum Glück ist die Stoffwechselkrankheit bei vielen Berufen kein Problem, obwohl es auch Berufsfelder gibt, in denen Menschen mit Diabetes nicht arbeiten dürfen oder sollen.

Welcher Beruf passt zum Diabetesalltag?

Wie in vielen anderen Bereichen, die für Menschen mit Diabetes relevant sind, gilt auch bei der Berufswahl: Man sollte darauf achten, dass der Diabetes gut eingestellt ist. Wer mit dieser Sicherheit durch seinen normalen Alltag kommt, kann auch besser entscheiden, ob und wie der künftige Arbeitstag zu einem passt. So rät der Diabetes Ratgeber dazu, sich zu überlegen, ob beim angestrebten Beruf Schichtdienste oder Nachtdienste anfallen. Denn diese können das Diabetesmanagement erschweren.

Auch der Arbeitstag selbst und sein Ablauf spielt eine Rolle: Ist es möglich, regelmäßig den Blutzucker zu kontrollieren? Kann regelmäßig Insulin gespritzt werden? Auch diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt, sich zu überlegen, inwieweit der Diabetes den Berufsalltag erschweren könnte und wie viele Einschränkungen man in Kauf nehmen möchte.

Eine wesentliche Rolle beim Thema Berufswahl und ausübungen spielen die Faktoren Selbst und Fremdgefährdung. Beispielsweise sind Arbeiten, bei denen die Gefahr besteht, zu fallen, nicht für Menschen mit Diabetes geeignet, z. B. Dachdecker, Schornsteinfeger oder Gerüstbauer. Gesetzlich verboten sind diese Jobs für Menschen mit Diabetes indes nicht, so der Diabetes Ratgeber.

Grundsätzlich nicht mögliche Berufe

Grundsätzlich nicht möglich ist allerdings für Menschen mit Diabetes der Dienst an der Waffe, wie der Polizei-, Wehr- oder Justizvollzugsdienst. Auch in Berufen, in denen andere befördert werden, wie Pilot, Kapitän oder Lokführer, mit großen Gefahrensituationen (Feuerwehr) sowie als Taucher und Fluglotse können Menschen mit Diabetes nicht arbeiten, informiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Zu diesen Berufen gehören eigentlich auch Busfahrer sowie LKW-Fahrer, in gut begründenden Einzelfällen können hier aber Ausnahmen gemacht werden, so der Diabetes Ratgeber. Hierfür muss alle zwei Jahre ein verkehrsmedizinisches Gutachten vorgelegt werden.

Sollte man beim Vorstellungsgespräch erwähnen, dass man an Diabetes erkrankt ist? Es besteht hierzu keine Verpflichtung. Allerdings, so betont diabetesDE, muss man die Frage nach einer Schwerbehinderung wahrheitsgemäß beantworten, da mit dieser ein besonderer Kündigungsschutz und das Recht auf Sonderurlaub einhergehe.

Berufswahl ist eine individuelle Entscheidung

Insgesamt, so rät der Diabetes Ratgeber, ist das Thema der Berufswahl für junge Menschen mit Diabetes eine individuelle Entscheidung – so wie bei stoffwechselgesunden Menschen auch. Um die Entscheidung leichter treffen zu können, könne es daher auch Sinn machen mit seinem behandelnden Arzt oder einem Arbeitsmediziner darüber zu sprechen, wo Bedenken liegen oder Auflagen vorliegen.

Quelle: Befund Diabetes 1/2016

25.05.16

Jugendliche mit Diabetes
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