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Tipps für den Urlaub nach der Therapie

Endlich wieder zu Hause sein zu dürfen. Das wünschen sich viele Brustkrebspatientinnen nach einer langen Therapiephase und vielen Aufenthalten im Krankenhaus. Wenn dann die körperlichen Kräfte zurückkommen, wagen die Betroffenen einen weiteren Schritt: Sie denken an Urlaub, wünschen sich Erholung und Abwechslung vom Alltag, wollen gemeinsam mit dem Partner oder der Familie Zeit verbringen oder Wege finden, mit der neuen Situation leben zu lernen.

Ob eine Urlaubsreise nach einer Krebserkrankung oder während der Behandlung unbedenklich ist, sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da dies von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein kann. Grundsätzliche Fragen u. a.: Welche Medikamente sind notwendig? Habe ich genügend Medikamente dabei und sind diese wärme- oder kälteempfindlich? Wie lange liegt die letzte Behandlung zurück? Wie ist die versicherungsrechtliche Situation, auch in Bezug auf den Arbeitsplatz bei zzt. arbeitsunfähigen Patientinnen?

In Deutschland sind gesetzlich versicherte Krebspatientinnen i. d. R. mit ihrer Versicherungskarte abgesichert, sollte eine Behandlung am Urlaubsort notwendig werden. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, wo sich der nächstgelegene Onkologe befindet und nehmen Sie ggf. vorab Kontakt zu ihm auf. Unter www.bnho.de finden Sie die Praxisadressen der Mitglieder des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e. V (BNHO). In welchen Ländern in Europa die Behandlungskosten abgedeckt sind, sollte vorab mit der eigenen Krankenversicherung bzw. mit einer speziellen Auslandsreiseversicherung geklärt werden.

Was gilt es vor und während der Urlaubsreise zu beachten?

Setzen Sie bestrahlte Haut möglichst nicht der Sonne, großer Hitze oder Kälte aus. Höhere Temperaturen können einen Lymphstau oder ein Lymphödem begünstigen, wenn viele Lymphknoten entfernt oder bestrahlt wurden. Nach einer Strahlentherapie reagiert die Haut oft auch empfindlich auf Chlor- oder Meerwasser.

Längere Reisen mit wenig Beinfreiheit und langes Sitzen mit angewinkelten Beinen (insbesondere bei Langstreckenflügen) sollten wegen der verstärkten Gerinnungsneigung vermieden werden. Grundsätzlich weisen die Fluglinien alle Kunden, besonders aber auch Krebspatientinnen auf die Notwendigkeit einer Thrombosevorbeugung hin. Brustimplantate machen i. d. R. keine Schwierigkeiten beim Fliegen.

Prüfen Sie, ob Ihre Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinflussen und wie Sie sich allgemein fühlen, bevor Sie sich entscheiden, eine längere Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Planen Sie ausreichend Pausen ein. Ein ausreichender Impfschutz ist insbesondere für Krebspatientinnen wichtig und sollte unbedingt mit dem Arzt besprochen werden.

Bei aller Vorsicht sollte man die positiven Aspekte einer Urlaubsreise nicht vergessen: Ruhe und Entspannung während einer Reise können bei Brustkrebspatientinnen zu besseren Behandlungsergebnissen beitragen, wenn körperliche und geistige Funktionen wieder zu einer neuen Balance finden. Die Lebensqualität während und nach der Therapie kann sich entscheidend verbessern.

Für einige Betroffene kann es jedoch in dieser Situation belastend sein, mit Menschen in den Urlaub zu fahren, die offen für Spaß und Abenteuer sind, während sie selbst Zeit brauchen, um die Krankheit zu verarbeiten. Da hilft es, wenn man mit Gleichgesinnten zusammen ist, denen man sich nicht erklären muss. Menschen, die nachvollziehen können, wie man sich fühlt.

Grundsätzlich gilt für Brustkrebspatientinnen: Machen Sie das, was Sie können, tun Sie das, was Ihnen gut tut und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers.

Quelle: Leben? Leben! 2/2011

06.07.11

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