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Umdenken bei Therapie gegen Bluthochdruck

Offenbar ist es sinnvoll, den Blutdruck von Hochdruckkranken stärker zu senken als bisher empfohlen. Das zeigen aktuelle Daten der bedeutsamen amerikanischen Bluthochdruckstudie SPRINT. Diese liefert neue Informationen über den vom Patienten zu erreichenden Zielblutdruck.

In der Studie waren Patienten mit erhöhtem Herz-Kreislaufrisiko per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt worden. Insbesondere Patienten mit bestehender Herzkreislauferkrankung, eingeschränkter Nierenfunktion und über 75-Jährige wurden in der Studie berücksichtigt. In der einen Gruppe folgte die Therapie dem bisherigem Standard – der Blutdruck wurde medikamentös auf einen Wert von unter 140 mmHg gesenkt. In der anderen Gruppe wurde der Blutdruck der Patienten in engmaschiger Kontrolle auf 120 mmHg gesenkt. “Wir haben uns den Studienaufbau und die Daten genau angesehen”, sagt Professor Martin Hausberg, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. “Die Ergebnisse werden Eingang in die weltweiten und deutschen Leitlinien finden und diese maßgeblich verändern.” Wird der Blutdruck bei den Herz-Kreislauf-Patienten auf 120 mmHg statt auf unter 140 mmHg gesenkt, erleiden diese seltener schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse. Zudem sterben sie seltener frühzeitig – in der Studie waren es 25 Prozent weniger als in der Vergleichsgruppe mit einem Zielblutdruck von unter 140 mmHg.

“Die Ergebnisse der SPRINT-Studie lassen sich nicht auf alle Hochdruckkranken übertragen.” Sie gelten für Patienten mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, die nicht unter Diabetes leiden oder bereits einen Schlaganfall erlitten haben. Darüber hinaus birgt der Zielblutdruck 120 auch Risiken, etwa ein mögliches Nierenversagen: “Bei einer intensiven Blutdrucksenkung bei diesen Patienten müssen mögliche Nebenwirkungen besonders beachtet werden”, betont der Experte.

Quelle: Medical Press

18.11.15

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