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Umfrage zur Diabetes-Selbsthilfe

Um das Angebot an Diabetes-Selbsthilfegruppen in Österreich zu verbessern, wurde eine Umfrage zu diesem Thema gestartet. Erhoben wurden die Wünsche und Vorstellungen von Betroffenen.

Bei der Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) kamen Mediziner und Vertreter der größten Patientengruppierungen überein, intensiver zusammenzuarbeiten, um die Betreuung von Menschen mit Diabetes in Österreich weiter zu verbessern und gemeinsam stärker in der Öffentlichkeit auftreten zu können – aber auch, um sich den neuen Herausforderungen der Selbsthilfe zu stellen. Diabetes Austria – Initiative Soforthilfe für Menschen mit Diabetes rufte in diesem Zusammenhang dazu auf, an einer Umfrage zur Diabetes-Selbsthilfe teilzunehmen. Ziel der Umfrage war es, das Angebot an Selbsthilfegruppen zu verbessern und anzupassen.

Virtuelle Selbsthilfe hat großen Zulauf

Denn die österreichischen Selbsthilfegruppen wie z. B. die Aktiven Diabetiker Austria (ADA) oder die Österreichische Diabetikervereinigung (ÖDV) klagen über schwindende Mitgliederzahlen. Ältere Mitglieder versterben und neue Mitglieder kommen kaum dazu. Der dadurch schwindende Geldfluss wird die Vereine finanziell belasten und die immer weniger werdenden Mitglieder das Interesse von Sponsoren für die Vereine verringern. Einer der Gründe für das schwache Interesse an Selbsthilfegruppen scheint auch der Boom an Gruppierungen im Internet zu sein. Es gibt Gruppen für beinahe jede Thematik rund um Diabetes. Viele an Diabetes erkrankte Österreicher würden ihre Fragen und Anliegen in sozialen Medien diskutieren.

Um das Interesse an den bereits bestehenden Selbsthilfegruppen in Österreich wieder zu erwecken, wurde die Online-Umfrage ins Leben gerufen. Sie bestand aus 13 Fragen zum Thema „Selbsthilfegruppen“ und sollte die Wünsche und Vorstellungen von Betroffenen erheben.

Die Umfrage ergab u. a., dass etwa 66 % der Befragten Vorträge von Ärzten in Selbsthilfegruppen als besonders wichtig einschätzen und Hilfe bei der Suche nach Ärzten und Beratern von einer Selbsthilfegruppe erwartet wird. Besonders wichtig ist den Befragten, dass sie Informationen über aktuelle Therapien erhalten. Der Wandel in der Selbsthilfe zeigt sich u. a. darin, dass über die Hälfte aller Befragten einen Austausch über das Internet oder per App erwarten. Die ausführliche Übersicht über die Ergebnisse sind unter diabetes-austria.com unter „Aktuell“ zu finden.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2017

07.12.17

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