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Umgang mit einem Lymphödem im Alltag

Tipps für das richtige Verhalten

Lymphödeme entstehen durch Verletzungen der Lymphbahnen, die durch die Krebstherapie auftreten können. Bei Frauen mit Brustkrebs kann es beispielsweise passieren, dass beim Entfernen der Lymphknoten in der Achsel das Gewebe verletzt wird. Bei einem Lymphödem, das in verschiedenen Schweregraden auftreten kann, fließt dann die Lymphflüssigkeit nicht mehr richtig ab – sie staut sich. Das betroffene Körperteil, im Falle der Achsellymphknoten der Arm, schwillt an, mitunter sogar sehr stark.

Therapie von Lymphödemen

Zur Behandlung von Lymphödemen wird die sog. Entstauungs- und Kompressionstherapie herangezogen. Unter diesen Begriff fallen mehrere Maßnahmen, so die manuelle Lymphdrainage, eine Bewegungstherapie sowie das Tragen von Kompressionsprodukten. Auch im Alltag muss der oder die Betroffene bei einem Lymphödem verschiedene Verhaltensregeln beachten – ansonsten kann sich das Ödem verschlimmern.

Zunächst einmal sollte man die Kompressionsverbände bzw. -strümpfe, die gegen das Lymphödem verschrieben worden sind, konsequent tragen, betont die Deutsche Gefäßliga. Zudem ist es wichtig, die Therapie, die i. d. R. bei einem speziell ausgebildeten Physiotherapeuten stattfindet, auch zu Hause fortzuführen – dies gilt insbesondere für die entstauenden Übungen bzw. die Gymnastik.

Regeln für den Alltag

Im Alltag ist es wichtig, dass man Verletzungen vorbeugt – diese können besonders bei der Haus- und Gartenarbeit auftreten. Wenn das Lymphödem im Arm auftritt, sollte man beispielsweise Handschuhe tragen, so die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie. Verletzungen können auch beim Nägelschneiden auftreten – hier sollte man ebenfalls Vorsicht walten lassen und sehr behutsam vorgehen. Die Nagelpflege am betroffenen Arm bzw. Bein muss mit großer Sorgfalt ausgeführt werden. Bei einem Beinlymphödem sollten zudem die Schuhe nicht zu eng sein. Darüber hinaus sollte man sich vor Insektenstichen schützen, beispielsweise durch langärmelige Kleidung.

Auch Kleidung und Gürtel oder Büstenhalter können den Lymphabfluss behindern, wenn diese zu eng sitzen, so die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie. Daher sollte man auf bequeme, locker sitzende Kleidung und Wäsche zurückgreifen. Insbesondere der BH sollte gut sitzen. Auch Gürtel können einschnüren, sie sollten daher nicht zu eng sein. Frauen sollten die Handtasche nicht mit dem betroffenen Arm tragen, sondern lieber auf der anderen Seite. Zu engen Schmuck wie Ringe sollte man ablegen.

Wichtig ist es zudem, die betroffene Seite bzw. das betreffende Körperteil nicht zu stark zu belasten: Schweres Heben und Tragen sollte man vermeiden. Auch leichte Tätigkeiten, z. B. die Arbeit am Computer, oder Teile der Hausarbeit wie Putzen oder Bügeln können problematisch sein. Auch hier sollte man das vom Lymphödem betroffene Körperteil möglichst schonen. Ebenso wie mechanische Reize sollte man auch zu hohe oder niedrige Temperaturen meiden: Damit sind beispielsweise starke Sonneneinstrahlungen, Saunabesuche, heiße Bäder oder Solarien gemeint, aber ebenso mögliche Unterkühlungen im Winter oder beim Griff in den Eisschrank. Zum Schutz sollte man besser Handschuhe tragen.

Ebenfalls wichtig: Ein gesunder Lebenswandel

Wer auf Normalgewicht achtet, kann einen günstigeren Verlauf haben als übergewichtige Betroffene, denn bei Übergewicht ist der Lymphabfluss zusätzlich erschwert, so die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie. Eine ausgewogene, kochsalzarme Ernährung ist daher empfehlenswert, ebenso wie regelmäßiger Sport. Dieser hat zusätzlich unterstützende Wirkung für die Behandlung. Allerdings gilt auch hier: Starke Belastungen sollte man vermeiden, beispielsweise beim Tennis, Fußball oder Rudern. Besser geeignet sind ruhige, gleichmäßige Bewegungsarten wie Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen.

Quelle: Befund Krebs 1/2016

31.05.16

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