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Diabetesmuseum München

Zuerst wollen wir uns vorstellen. Unsere vierköpfige Familie mit zwei Töchtern und den Eltern wohnt in München. Anja, die jüngere Tochter, erkrankte 1994 mit 20 Lebensmonaten an der Zuckerharnruhr, die heute als Diabetes mellitus bekannt ist. Das betroffene Organ ist die Gekröse-Drüse, wie die Bauchspeicheldrüse im auslaufenden Mittelalter hieß.

Wieso schreibe ich so altertümlich? Weil Anja und ich 2001 die Idee hatten unser privates Diabetesmuseum zu gründen. Sieben Jahre mit Anjas Diabetesutensilien und zwei gerade im Internet erworbene Geräte waren die Grundsteine für die heute existierende Sammlung. Uns begeisterte die Geschichte und wir wollten mehr über diesen Teil der Medizingeschichte wissen. Das Erkennen dieser Erkrankung, die Entwicklung der Geräte zum Messen von Harn- bzw. Blutzucker und alles Wissenswerte über die Entdeckung des Insulins und die Möglichkeiten der Verabreichung des lebensnotwendigen Hormons.

In zwei Räumen auf insgesamt 23 m² zeigen wir diese Exponate. Wir versuchen sämtliche Sachen rund um den Diabetes zusammenzutragen, um ein möglichst vollumfängliches Bild der Erkrankung zeigen zu können. Armbanduhren sind ebenso wie Münzen, Briefmarken, Pins, Stofftiere, Ansichts- und Werbekarten Bestandteile der Sammlung. Alles rund um die Ernährung, z. B. Kekse, Schokolade, Konserven, Getränke und Diabetikerwaagen aus alter Zeit sowie alte Bücher und Bilder, gehören ebenfalls noch in das erste Zimmer.

Um 1900 wurden schon Zuckerwerte bestimmt. Leider konnte man nicht allen Erkrankten helfen, denn erst durch die Insulinfindung 1921 in Kanada wird es möglich, die Zuckerkrankheit zu therapieren. Heilbar ist der insulinpflichtige Diabetes bis heute nicht. Seit 1968 gibt es Gerätschaften, die mit einem Teststreifen den Blutzucker ermitteln können: Eines der Themen des größeren Raumes. Hier spielen auch alle Arten der Harnzuckermessung eine Rolle. Neben den Insulinflaschen stellen wir die Möglichkeiten der Insulingabe aus: Glas- und Plastikspritzen, Kanülen, Sterilisationsbehälter und Taschenbestecke, Druckluftautomaten, Insulinpens und eine große Anzahl von Insulinpumpen.

Nun hoffen wir, Ihnen einen kleinen Einblick in unser Diabetesmuseum gegeben zu haben. Gerne sind Sie eingeladen, persönlich vorbeizukommen. Das Museum ist der Öffentlichkeit zugänglich und kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Besuchergruppen sollten nicht zu groß sein, da die Quadratmeter begrenzt sind. Wir freuen uns auf Sie.

Werner Neumann

Anja und Werner Neumann
Veldenerstrasse 136
81241 München
Tel.: 0 89/56 42 18

Quelle: Befund Diabetes 2/2015

30.07.15

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