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Mehr Unterstützung für Zöliakiebetroffene notwendig

Studie belegt deutlich höhere Kosten für glutenfreie Ernährung

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG) fordert eine höhere finanzielle Unterstützung für sozial schwächere Zöliakiebetroffene. Ihrer Unverträglichkeit gegenüber dem in Getreide enthaltenen Gluten können sie als einzige Therapie nur durch eine strikte glutenfreie Ernährung begegnen, berichtet die DZG. Eine neue Studie der DZG in Kooperation mit der Hochschule Fulda belegt, dass die realen Mehrkosten für diese Ernährung bei monatlich 97 Euro liegen und damit ein Viertel über dem für Empfänger von Arbeitslosengeld II oder der Grundsicherung bisher möglichen Zuschuss in Höhe von rund 75 Euro. Der DZG-Vorsitzende Dan Kühnau: „Für die sozial schwächeren Betroffenen ist eine angemessene finanzielle Unterstützung elementar, um die Einhaltung der glutenfreien Ernährung dauerhaft sicherzustellen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, den bestehenden finanziellen Mehrbedarf für glutenfreie Ernährung den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen.“

Glutenfreie Ernährung verursacht erhebliche Mehrkosten, da viele herkömmliche Lebensmittel durch glutenfreie Spezialprodukte ersetzt werden müssen. Die Festlegung des bisherigen Mehrbedarfs basiert noch auf wissenschaftlichen Daten aus dem Jahr 1992, die längst nicht mehr den Gegebenheiten entsprechen. „Aus diesem Grund haben wir die tatsächlichen monatlichen Mehrkosten zur Einhaltung einer glutenfreien Ernährung neu berechnet. Die Ergebnisse sind repräsentativ und realitätsnah“, so Kühnau.

Als langfristiges Ziel nennt die DZG die finanzielle Unterstützung aller Zöliakiebetroffenen. Der DZG-Vorsitzende: „Möglich ist dies beispielsweise durch Zuschüsse der Krankenkassen. Schließlich ist eine glutenfreie Ernährung gelebte Prävention. Alternativ käme auch eine stärkere Berücksichtigung der Mehrkosten bei der Veranlagung der Einkommensteuer in Betracht.“ In vielen anderen europäischen Ländern wird die glutenfreie Ernährung Zöliakiebetroffener bereits staatlich bezuschusst oder aber es können die Mehrkosten bei der Veranlagung der Einkommensteuer geltend gemacht werden.

Quelle: Allergikus 2/2015

28.07.15

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