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Ursachen von Übergewicht und Adipositas

Ein Stück Sahnetorte hier, eine Kugel Eis da, Pommes mal schnell für den Mittagshunger, dazu eine kalte Limonade und zum Blockbuster am Abend ein paar leckere Chips – gut schmeckende Verlockungen gibt es in rauen Mengen. Nur: Leider schmecken sie nicht nur gut, sondern sind auch ungesund. Jedes Gramm Zucker, jedes Gramm Fett, was der Körper nicht braucht, landet an Hüften, Po oder Bauch, später auch an Armen und Beinen. Wer also aus kleinen Sünden große Mahlzeiten macht, hat häufig mit Übergewicht zu kämpfen.

„Die Zahl der Übergewichtigen nimmt in Deutschland weiterhin zu. 59 % der Männer und 37 % der Frauen sind übergewichtig“, erklärt Antje Gahl von Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und ergänzt: „In der Altersklasse der Berufstätigen ist das Dicksein heutzutage so weit verbreitet, dass es keine Ausnahme mehr darstellt, sondern der Normalzustand ist.“ Die ökonomische Belastung, die in Deutschland durch Adipositas und ihre wesentlichen Begleitkrankheiten entsteht, wird auf ca. 21 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt.

Doch nicht nur in Deutschland sind immer mehr Menschen von Übergewicht betroffen. In vielen OECD-Ländern hat die Anzahl zu dicker Menschen in den vergangenen rund 15 Jahren deutlich zugenommen. Spitzenreiter sind die USA, gefolgt von Mexiko und Neuseeland. Deutschland liegt in diesem Vergleich auf Rang 13.

Body-Mass-Index gibt Orientierung

Zur Beurteilung des Gewichtes wird der sog. Body-Mass-Index, kurz BMI, herangezogen. Dieser errechnet sich aus dem Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße.

Personen mit einem BMI über 25 gelten als übergewichtig (Präadipositas), liegt der BMI über 30, liegt eine Adipositas vor. In beiden Fällen vermehrt sich der Körperfettanteil so stark, dass die Gesundheit beeinträchtigt sein kann.

Normalgewicht: 18,5–24,9 kg/(m)²
Übergewicht: 25–29,9 kg/(m)²
Adipositas Grad I: 30–34,9 kg/(m)²
Adipositas Grad II: 35–39,9 kg/(m)²
Adipositas Grad III: >40 kg/(m)²

Neben einer eingeschränkten Lebensqualität, etwa aufgrund fehlender Beweglichkeit, kann Adipositas auch mit einem erhöhten Risiko für Begleiterkrankungen und auch einer erhöhten Sterblichkeit einhergehen. Auch ein BMI von über 25 ist bereits kritisch anzusehen, wenn dieser bereits mit Krankheiten wie Diabetes mellitus, Gicht, Rheuma etc. einhergeht. „Und selbst nach Gewichtsabnahme können Begleiterkrankungen nicht immer rückgängig gemacht werden“, bemerkt Antje Gahl.

Grundsätzlich gilt: „Das Risiko für das Auftreten von Begleitkrankheiten ist ab einem BMI von 25 gering erhöht, ab einem BMI von 30 erhöht, ab einem BMI von 35 hoch und ab einem BMI von 40 sehr hoch“, erläutert Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED).

Ursachen für Übergewicht und Adipositas sind vielfältig

Die Ursachen für das Entstehen von Übergewicht und Adipositas sind vielfältig. Eine Ursache für das zu hohe Gewicht liegt in unserem modernen Lebensstil mit einer permanenten überhöhten Energiezufuhr verbunden mit zu geringer körperlicher Aktivität in Beruf und Freizeit. „Hinzu kommt die einfache Verfügbarkeit und der hohe Verzehr von energiedichten Lebensmitteln und Getränken, die es vielen schwer macht, dauerhaft eine an den individuellen Energiebedarf angepasste Ernährung im Alltag, beim Essen zu Hause, in der Gemeinschaftsverpflegung bzw. im Restaurant oder Schnellimbiss zu realisieren“, berichtet Antje Gahl.

Sind kalorienreiches Essen und Getränke immer und überall verfügbar, fällt es schwerer, zu den Gaumenfreuden auch einmal „Nein“ zu sagen. Hinzu kommen Stressfaktoren, wie im Erwachsenenalter der Beruf oder auch der Schulalltag bei Kindern. Das Essen wird dann häufig als Kompensation für diesen Stress eingesetzt. Sind die Mahlzeiten zu fettreich und unausgewogen und kommt Sport zu kurz, ist Hüftspeck die Folge.

Auch die Art und Weise der frühkindlichen Ernährung kann Auswirkungen auf spätere Essgewohnheiten haben, ebenso können sich das Essverhalten und das Gewicht von Schwangeren bereits auf das ungeborene Kind auswirken. Seltener aber möglich sind auch genetische Faktoren, der Zustand der Psyche oder Hormone die die Entstehung von Adipositas begünstigen können.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 2/2017

24.01.18

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