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Bei der Urtikaria kommt es zu Quaddeln und Juckreiz

Urtikaria, auch bekannt als Nesselsucht, definiert sich durch das Vorhandensein von Juckreiz, Quaddeln oder Angioödeme. Die Symptome können von einem auf den anderen Tag auftauchen und auch wieder verschwinden.

Bei der Urtikaria unterscheidet man eine akute und eine chronische Variante der Erkrankung. Bei der akuten Urtikaria kann es häufig ein Infekt sein, der die Symptome hervorruft. Oder es kann eine allergische Reaktion sein, auf Nahrungsmittel oder eine Unverträglichkeitsreaktion auf ein Medikament“, sagt Prof. Metz. Bei der chronischen Urtikaria spielen Allergien keine Rolle, sondern es handelt sich um Infekte, z. B. Magen-Darm-Infekte, chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder chronische Beschwerden an den Zähnen.

„Außerdem unterscheidet man zwischen spontaner und induzierbarer Urtikaria. Spontan bedeutet, dass die Rötungen und Quaddeln spontan, quasi aus dem Nichts auftauchen. Bei der induzierbaren Urtikaria muss immer eine bestimmte Situation vorliegen. Ein bestimmter Reiz, also Wärme, Kälte, Licht, Reibung oder Druck löst die Urtikaria aus“, erläutert Prof. Metz. Das quälende Symptom für die Betroffenen ist der Juckreiz. Die Quaddeln, die auftreten, empfinden viele auch als sehr unangenehm. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Angioödemen kommen. Das sind tiefe Schwellungen, die entweder um die Quaddeln herum auftreten können oder das Auge oder die Lippe anschwellen lassen. Der Juckreiz ist meist nur für wenige Stunden präsent, die Quaddeln für ein paar Tage. Häufig passiert es auch, dass die Quaddeln am Körper wandern. Unter welcher Form der Urtikaria der Betroffene leidet, muss ein Spezialist abklären. Deswegen ist der Besuch beim Hautarzt unumgänglich.

Die Suche nach den Ursachen ist wichtig für die richtige Behandlung

Die Behandlung der Urtikaria stützt sich auf zwei Säulen. Einerseits muss herausgefunden werden, auf welchen Stoff oder welche Lebensmittel der Patient reagiert. Dieser Stoff muss identifiziert werden, damit der Patient ihn anschließend vermeiden kann. Andererseits werden Medikamente zur Behandlung eingesetzt, um die Symptome zu lindern. „Der Standard der klassischen Therapie ist die Behandlung mit einem Antihistaminikum in normaler Tagesdosierung, also einmal am Tag. Bei ca. 30-40 % aller Patienten ist diese Behandlung ausreichend. Die Dosierung mit Antihistaminika kann dann bis auf das vierfache erhöht werden oder es wird eine immunsuppressive Therapie eingesetzt“, erklärt Prof. Dr. Martin Metz, Berlin. Die Medikamente werden so lange eingenommen, bis die Beschwerden abklingen. Die Einnahme von Medikamenten sollte immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Nach dem Absetzen der Medikamente kann es durchaus vorkommen, dass die Symptome wieder auftreten. In diesen Fällen muss die genaue Suche nach den Ursachen erfolgen. „Diese Ursachensuche wird bei schweren Fällen von Urtikaria durchgeführt. Patienten müssen dann ein Ernährungstagebuch führen, damit herausgefunden werden kann, ob der Betroffene bestimmte Lebensmittel nicht verträgt. Chronische Infekte müssen abgeklärt werden und es werden umfassende Blut- und Stuhluntersuchungen durchgeführt“, sagt Prof. Metz. Sobald eine Diagnose vorliegt, weiß der Betroffene welchen Stoff oder welche Lebensmittel er meiden muss, um möglichst beschwerdefrei zu bleiben. Bei akuten Schüben kann es zunächst einmal helfen, die Haut mit einem kühlen Umschlag zu kühlen, sodass sich der Juckreiz legt. Für die lokale Behandlung der Haut eignen sich auch menthol- oder antihistaminhaltige Salben, um den Juckreiz zu lindern.

Quelle: Patient und Haut 01/2014

14.08.14

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