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COPD mit Herzinsuffizienz: Was zu beachten ist

Eine Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz) entwickelt sich meist in einem langsamen Prozess. Tritt sie plötzlich auf, ist schnelle Hilfe nötig, um ein Herzversagen zu verhindern. Die Ursachen sind vielfältig. Oftmals sind die Gründe für eine Rechtsherzschwäche eine fortgeschrittene Lungenerkrankung wie COPD oder ein Lungenemphysem.

COPD-Patienten haben häufig, und insbesondere in Notlagen, Probleme ausreichend Sauerstoff einzuatmen oder genügend Kohlendioxid abzuatmen. Aus diesem Grund ist das Blut der Patienten mit weniger Sauerstoff angereichert. Infolge dessen muss das Herz Mehrarbeit leisten, um den vorrätigen Sauerstoff in den Körper zu pumpen. Meist ist die rechte Herzseite von einer durch eine Lungenerkrankung hervorgerufene Herzinsuffizienz betroffen, denn die rechte Herzkammer befördert das venöse Blut des Körpers in den Lungenkreislauf. Diese Anstrengungen können das Herz stark belasten und schwächen. Daher ist die Gefahr, dass eine COPD mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zusammen auftritt sehr hoch.

Wenn infolge der Rechtsherzinsuffizienz die Pumpleistung des Herzens abnimmt, staut sich außerdem das Blut in den venösen Blutgefäßen. Das kann zu gestauten Halsvenen, Wasseransammlungen in den Beinen, einer geschwollene Leber und Bauchwassersucht führen. In seltenen Fällen kommt es zu einer Magenschleimhautentzündung.

Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz

  • Atemnot oder Herzstolpern bei körperlicher Anstrengung
  • Leistungsschwäche, Müdigkeit, Erschöpfung,
  • Ansammlungen von Flüssigkeit in den Beinen und im Bauchraum
  • häufiger nächtlicher Harndrang
  • auffallend hervortretende Halsvenen

Ausgeprägte Herzinsuffizienz:

  • in Liegeposition: Atemnot oder Husten mit Linderung nach dem Aufstehen
  • nächtliches Aufwachen wegen Atemnot
  • blaue Lippen

Die obstruktive Lungenerkrankung und die kardiale Insuffizienz weisen ähnliche Symptome auf. Das Rauchen stellt für beide Erkrankungen eines der größten Risikofaktoren dar. Die klinische Unterscheidung beider Erkrankungen ist oftmals sehr schwierig. Bildgebende Untersuchungen und eine Überprüfung der Lungenfunktion sind hier zu empfehlen. Der Einsatz von Beta-1-Blockern kann bei Herzinsuffizienz mit COPD u. U. sinnvoll sein.

Bei den Patienten, die an Herzinsuffizienz mit COPD leiden, ist die Lebensqualität sehr stark eingeschränkt. Einer chronischen Herzinsuffizienz kann jedoch durch konsequente Behandlung der Grunderkrankung COPD vorgebeugt werden. Dazu gehört an erster Stelle die Minimierung der Risikofaktoren wie z. B. das Zigarettenrauchen.

Herzinsuffizienz und COPD führen zu einer Abnahme der Muskelkraft und der Muskelmasse. Es kann zu einem Muskelschwund kommen. Studien belegen, dass sich bei beiden Erkrankungen ein leichtes Bewegungstraining positiv auswirken kann.

Auch wenn die Herzinsuffizienz bei Belastung und Anstrengung zu Atemnot führt, ist ein Bewegungsprogramm förderlich. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. akute Herzmuskelentzündungen) wird ein regelmäßiges, individuell angepasstes Training unter ärztlicher Aufsicht empfohlen.

Je eher die Patienten mit dem Training beginnen, desto besser. Die körperliche Betätigung ist eine Möglichkeit die Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Quelle: COPD und Asthma 02/2013

15.11.13

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