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Vergesslichkeit

Das menschliche Gehirn verarbeitet ununterbrochen Gedanken oder Informationen von außen und speichert wichtige Abläufe, Situationen und Bilder. Das Kurzzeitgedächtnis verwertet dabei aktuelle Ereignisse und Eindrücke, während das Langzeitgedächtnis häufig wiederkehrende Abläufe oder zurückliegende Begebenheiten ansammelt. Wie gut sich der Einzelne an bestimmte Situationen und Inhalte erinnert, ist individuell verschieden. Manche Menschen verfügen über ein nahezu fotografisches Gedächtnis und erinnern Situationen aus ihrer Kindheit bis ins kleinste Detail. Andere müssen zum Beispiel einen bestimmten Handlungsablauf nur ein einziges Mal sehen und können ihn ohne weitere Erklärungen wiedergeben.

Bei der Vielzahl an Informationen, die das Gehirn täglich verarbeiten muss, kann es passieren, dass einzelne Ereignisse schlichtweg „durchrutschen“ und vergessen werden. Ein gewisses Maß an Vergesslichkeit ist dabei völlig normal. Jeder kennt wahrscheinlich Situationen der Vergesslichkeit, in denen der Autoschlüssel verschwunden ist oder er den freundlich grüßenden Menschen auf der anderen Straßenseite schon einmal gesehen hat, sich aber einfach nicht erinnern kann, wo und wann.

Sofern diese Ereignisse nur selten und in unregelmäßigen Abständen auftreten, besteht bei dieser Art der Vergesslichkeit kein Grund zur Sorge. Es gibt jedoch Warnzeichen, die auf eine krankhafte Vergesslichkeit hindeuten können. Häufen sich die Situationen, in denen kürzlich passierte Dinge nicht mehr erinnert werden oder alltägliche Abläufe plötzlich fremd und ungewohnt erscheinen, kann es sich um eine Vergesslichkeit handeln, die körperlich bedingt und krankhaft sein kann.

Vor allem bei älteren Menschen ist in diesem Zusammenhang häufig von Alzheimer oder Demenz die Rede. Demenz ist dabei der Oberbegriff, der verschieden Arten der Vergesslichkeit sowie weitere Störungen der gedanklichen, emotionalen oder sozialen Fähigkeiten definiert. Ob es sich bei der Vergesslichkeit im Einzelfall tatsächlich um eine Demenzerkrankung oder eine „normale“ Altersvergesslichkeit handelt, muss individuell mit einem Arzt abgeklärt werden.

Vergesslichkeit kann jedoch auch andere Ursachen haben. Schlafmangel, falsche Ernährung, geringe Flüssigkeitszufuhr, Erschöpfung, Depressionen oder Stress sind nur einige Auslöser, die Vergesslichkeit als Symptom zur Folge haben können. Bei häufigem Vorkommen der Vergesslichkeit ist die Rücksprache mit dem Hausarzt empfehlenswert, um krankhafte Ursachen ausschließen zu können.

Sabrina Mandel

13.02.13

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