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Versorgung von Patienten mit Herzunterstützungssystemen im Fokus

Chronisches Herz-Kreislauf-Versagen: Patienten mit Herzunterstützungssystemen gewinnen an Lebensqualität durch professionelle Betreuung

Die Zahl von Menschen mit fortgeschrittener Herzmuskelschwäche wächst aufgrund der demographischen Entwicklung von Jahr zu Jahr. Rund 400.000 Patienten werden in Deutschland aufgrund von Herzmuskelschwächen in diesem Jahr behandelt werden. 1995 waren es noch unter 250.000 Patienten. Die stets fortschreitenden Erkrankungen lassen sich dauerhaft nur begrenzt medikamentös behandeln. Bei schweren Verläufen kann nur die Implantation eines mechanischen Herzunterstützungssystems das Leben der Patienten retten und die Lebensqualität wieder verbessern. Welche Voraussetzungen notwendig sind, um die umfassende Betreuung dieser Patienten zu gewährleisten, war eines der Themen, das Herzchirurgen und Kardiotechniker im Rahmen der „44. Internationalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik (DGfK)“ und „7. Fokustagung Herz“ der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der DGfK in Weimar diskutierten.

„Zunehmend mehr herzkranke Patienten in Deutschland benötigen eine mechanische Herzunterstützung. So erhielten nach Angaben der DGTHG-Leistungsstatistik 957 Patienten in Deutschland im Jahr 2014 ein derartiges System. Im Jahr 2005 waren es hingegen nur 350 Patienten. Diese steigenden Zahlen, aber auch Entwicklungen in Richtung Miniaturisierung und Innovationen zur Energieversorgung dieser Systeme erfordern besondere Kenntnisse bei Ärzten und Kardiotechnikern um diese komplexen Behandlungsformen zum Wohle der Patienten einsetzen zu können “, so Privatdozent Georg Trummer, Tagungspräsident der DGTHG.

In ihrer häuslichen Umgebung können die Patienten zumeist mit einer ambulanten Betreuung ein weitgehend normales Leben führen. So können sie wieder in gewohnter Umgebung am alltäglichen Leben teilnehmen, einer Arbeit nachgehen, und sind auch in ihrer Mobilität kaum eingeschränkt. Die ambulante Begleitung und Betreuung erfordert allerdings eine gut eingespielte Logistik zwischen Patient, Klinikpersonal und Hausarzt. „Bei der Versorgung schwer herzkranker Patienten, die temporär oder dauerhaft auf ein Herzunterstützungssystem angewiesen sind, geht es heute um mehr als eine Lebensverlängerung. Vielmehr ist es ein wesentliches Ziel, eine annähernd normale Lebensqualität wiederherzustellen und die Menschen unter anderem auch in ihre Arbeitswelt zu reintegrieren. Dies erfordert eine enge Kooperation aller Beteiligten. Dazu gehören Kardiologen, Herzchirurgen und Kardiotechniker, aber vor allem der Patient selbst“, kommentierte Jörg Optenhöfel, Tagungspräsident der DGfK.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e. V.

23.11.15

Therapie einer Herzinsuffizienz
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