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Vorbeugung eines anaphylaktischen Schocks

Wie die Leitlinie „Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen“ beschreibt, sind i. d. R. die häufigsten Auslöser für eine Anaphylaxie u. a. Insektengifte, Arzneimittel, Nahrungsmittel, Zusatzstoffe und Aeroallergene (Allergene werden eingeatmet). Wenn es bei einem Betroffenen zu einer übersteigerten Reaktion kommt, ist es entscheidend, den Kontakt mit dem Allergen schnellstmöglich zu beenden und ggf. Akutmaßnahmen einzuleiten.

Bei einigen Allergenen treten verstärkte Reaktionen nur in Verbindung mit anderen Faktoren wie z. B. Stress auf. Bei Heuschnupfen könnte ein Betroffener bei starkem Pollenflug und Anstrengung anaphylaktische Reaktionen aufweisen.

Um die Gefahr einer Anaphylaxie vorzubeugen, muss der individuelle Auslöser dem Betroffenen und auch Personen aus dem Umfeld bekannt sein. Bei Arzneimitteln muss u. U. im Vorfeld der Verabreichung geklärt werden, ob eine Allergie besteht. Eine Vermeidung des Kontakts mit bestimmten Allergenen ist allerdings nicht immer möglich. Einem Insektenstich z. B. kann nicht immer vorgebeugt werden, aber der Betroffene sollte versuchen, das Risiko eines Stiches zu minimieren. Im Fall der Insektengiftallergie könnte aber auch die Therapie mit der spezifischen Immuntherapie sinnvoll sein. Denn diese versucht die Überempfindlichkeit des Immunsystems zu reduzieren. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund bietet auf seiner Seite einen Fragebogen an, der z. B. die Häufigkeit und die möglichen Auslöser abfragt.

Wie äußert sich ein anaphylaktischer Schock

Ein anaphylaktischer Schock ist gekennzeichnet durch eine allergische Reaktion, die i. d. R. kurz nach einem Kontakt mit einem Allergen ausgelöst wird. Zu einer normalen Reaktion auf das betreffende Allergen kann es beim Schock dann aber ggf. zu einer Beeinträchtigung von unterschiedlichen Organen kommen. So können die Atmung und das Herz-Kreislaufsystem betroffen sein, was zu einer lebensbedrohenden Situation führen kann. Denn Atemnot oder Blutdruckabfall könnten zur Bewusstlosigkeit oder zum Herzstillstand führen. Erste Anzeichen eines Schocks können z. B. Schwindelgefühl, plötzliche Schwellungen, Bauchkrämpfe oder großflächige Rötung der Haut sein.

Welche Maßnahmen sind zu ergreifen?

Je nach Schweregrad der Reaktion kann der Betroffene selber Maßnahmen ergreifen, z. B. setzen des Adrenalin-Autoinjektors, oder andere müssen Notfallmaßnahmen einleiten. Dann sollte Ruhe bewahrt werden. Ggf. muss der Notarzt gerufen werden. Der Betroffene sollte, wenn er nicht ansprechbar ist, in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn vorhanden, sollte der Helfer Medikamente aus dem Notfallset geben. In einem Notfallset befinden sich Adrenalin, Kortison und ein Antihistaminikum. Bei Asthmatikern muss auch ein die Bronchien erweiterndes Medikament in Form eines Asthmasprays enthalten sein, informiert die Deutsche Haut- und Allergiehilfe.

Quelle: Allergikus 2/2014

20.08.14

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