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Therapie von Vulvakrebs

Die Therapie von Vulvakrebs wird dem Stadium des jeweiligen Tumors angepasst. Auch die Ausbreitung im Körper und das Alter spielen bei der Wahl der Therapie eine Rolle.

Vulvakrebs wird wenn irgend möglich operativ behandelt. Eine Strahlentherapie wird meist nur begleitend bei Risikofaktoren angewendet. Bei klinisch sichtbaren Tumoren wird typischerweise eine Entfernung der Leistenlymphknoten notwendig. Eine alleinige Entfernung des Wächterlymphknotens ist nur möglich, wenn der Tumor kleiner als 4 cm groß ist und es keine klinischen Hinweise auf eine Beteiligung der Lymphknoten gibt.

Wurde Vulvakrebs im Frühstadium erkannt, ist es in vielen Fällen möglich eine Teilentfernung der Vulva (Teilvulvektomie) durchzuführen. Dabei wird der vom Vulvakrebs betroffene Bereich mit einem Sicherheitsabstand abgetragen.

Ist der Vulvakrebs bereits weiter fortgeschritten, bleibt meist nur eine radikale Vulvektomie. Hierbei werden die gesamte Vulva und zusätzlich das unterliegende Fettgewebe, die Lymphknoten in Leisten- und Oberschenkelgegend entfernt. Bei einer radikalen Vulvektomie gibt es hohe Risiken, da bei der Hälfte der Betroffenen Störungen bei der Wundheilung auftreten. Darüber hinaus können auch Empfindungsstörungen oder Infekte der Harnwege auftreten.

In wenigen Fällen wird bei der Therapie des sehr fortgeschrittenen Vulvakrebs die Strahlentherapie mit oder ohne Chemotherapie primär alleinig angewendet.

Stadien invasiver Vulvakarzinome und Therapiemöglichkeiten

Stadien T1/T2 (T1: Tumoren, die bis zu max. 1 mm tief in umliegendes Gewebe eingedrungen sind; T2: Tumor beschränkt auf Vulva bzw. Vulva und Damm, Tumordurchmesser <= 4 cm): Hier sollte eine komplette allseitige Ausschneidung des Tumors mit 3 mm Randsaum gesunden Gewebes erfolgen.

Stadien T3/T4 (T3: Übergreifen des Tumors auf Harnröhre, Vagina und/oder Anus; T4: Übergreifen des Tumors auf Blase und/oder Mastdarm und/oder Knochen): Hier gibt es drei Möglichkeiten der Behandlung:

  1. Operation
  2. primäre Radiochemotherapie (kombinierte Strahlen-/Chemotherapie ohne Operation, bietet die Chance für einen Organerhalt)
  3. neoadjuvante Radiochemotherapie und anschließende Operation (die vor der Operation durchgeführte kombinierte Strahlen-/Chemotherapie kann helfen, das erforderliche Ausmaß der nachfolgenden Operation zu begrenzen)

09.06.17

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