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Warum die Chemotherapie zu Nebenwirkungen führt

Nicht alle, aber viele Krebstumoren werden mit einer Chemotherapie behandelt. Laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) wird die Chemotherapie in Form von Tabletten, Spritzen oder Infusion verabreicht. Die Wirkstoffe breiten sich in den verschiedenen Organen aus und können dadurch auch verstreute Krebszellen aufspüren und zerstören. Eine Chemotherapie ist daher eine sog. systemische Therapie – systemisch bedeutet, dass sie im ganzen System Körper wirkt. Aus diesem Grund kann sie auch zu verschiedenen Nebenwirkungen führen.

Nebenwirkungen der Chemotherapie – das sind die Ursachen

Welche Nebenwirkungen wann und bei wem auftreten – das ist individuell unterschiedlich und hängt auch von dem eingesetzten Medikament ab bzw. von der verwendeten Medikamentenkombination. Doch wie kommt es überhaupt zu Nebenwirkungen wie Haarausfall, Schleimhautentzündungen, Veränderungen im Knochenmark oder an den Nägeln?

Diese hängen mit dem Wirkmechanismus der meisten Chemotherapien zusammen. Wirkstoffe der Chemotherapien, auch Zytostatika genannt, richten sich gegen Zellen, die sich schnell teilen und ausbreiten, informiert die Felix-Burda-Stiftung. Sie hindern die Zellen an ihrem Wachstum und verhindern ihre Vermehrung. Tumorzellen gehören zu diesen sich schnell teilenden Zellen – aber eben auch viele andere, gesunde Körperzellen.

Aufgrund ihrer systemischen Wirkung unterscheiden die Medikamente der Chemotherapie jedoch nicht zwischen Krebszellen oder Zellen der Haarwurzeln oder der Schleimhäute, die ebenfalls zu den sich schnell teilenden Zellen gehören und daher von den Medikamenten angegriffen werden. Es kommt in der Folge zu Nebenwirkungen wie Haarausfall und Schleimhautentzündung, beispielsweise im Mund, im Magen oder im Intimbereich.

Was tun bei Nebenwirkungen?

Da diese Nebenwirkungen jedoch individuell sehr unterschiedlich auftreten, rät die Felix-Burda-Stiftung dazu, mit dem Arzt über die aufgetretenen Beschwerden zu sprechen – je mehr Informationen dieser hat, umso besser kann er etwas gegen Nebenwirkungen unternehmen. Mitunter muss auch die Chemotherapie selbst oder der Rhythmus, in dem diese verabreicht wird, angepasst werden.

Mit sog. Supportivtherapien können Nebenwirkungen gelindert und manchmal sogar ganz verhindert werden. Gegen Übelkeit helfen z. B. bestimmte Medikamente, die Antiemetika, die meistens bereits mit der Chemotherapie zusammen verabreicht werden. Ebenfalls gut zu wissen: Nach Beendigung der Therapie klingen viele Nebenwirkungen i. d. R. wieder ab – die Haut heilt, die Haare wachsen nach.

Quelle: Befund Krebs 2/2017

10.08.17

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