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Warzen behandeln

Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die bevorzugt durch Viren hervorgerufen werden. „Über kleine Risse und Verletzungen gelangt das Humane Papillomavirus, kurz HPV, in die Haut“, erklärt der Dermatologe Dr. Johannes Müller-Steinmann, Kiel. Dieser Virus regt die Horn bildenden Zellen zum Wachsen an – Warzen entstehen.

„Grundsätzlich können mehrere Monate vergehen, bis sich aus so einer Infektion eine sichtbare Warze bildet“, betont Dr. Müller-Steinmann. Auch schon während dieser Zeit, in der die Warze selbst noch nicht sichtbar ist, ist das Infektionsrisiko für andere Menschen groß – ob im Schwimmbad, in der Sauna oder über direkten Hautkontakt, etwa beim Schütteln der Hände. Vor allem, wenn die Haut trocken ist, ist sie anfällig für das Virus, das bereits durch mikro-feine Risse eindringen kann. Helfen kann hier z. B. das regelmäßige Eincremen der Hände. Die gute Pflege hilft, die Hautbarriere intakt zu halten.

Warzen an den Fingern können stören

„Besonders weit verbreitet sind die vulgären Warzen an Händen und Fingern sowie Dornwarzen unter den Füßen“, bemerkt der Dermatologe. „Doch auch im Genitalbereich und Gesicht können sich gutartige Hautwucherungen bilden.“ Gefährlich sind Warzen nicht und in den meisten Fällen verschwinden sie von ganz alleine wieder. Doch der Heilungsprozess ist häufig langwierig und viele Patienten empfinden Warzen besonders an den Fingern und Händen als störend. Zudem können insbesondere Dornwarzen Schmerzen hervorrufen, beispielsweise beim Laufen. In solchen Fällen ist es empfehlenswert, einen Dermatologen zurate zu ziehen.

Das erste Mittel der Wahl sind spezielle Lacke und Pflaster, die Salizyl- und Milchsäure enthalten. Sie weichen Warzen auf, wodurch sie sich Stück für Stück abtragen lassen. Zudem können Ärzte sie mit flüssigem Stickstoff vereisen oder die Warzen operativ entfernen. „Dies wird i. d. R. heute allerdings nicht mehr gemacht“, bemerkt Dr. Müller-Steinmann.

Behandlung mit dem Laser möglich

Bei besonders hartnäckigen Auswüchsen biete es sich dagegen an, diese mit einem Laser zu behandeln. „Das energiereiche Licht dringt in die oberste Hautschicht ein, wo es von den Blutgefäßen absorbiert wird“, erläutert Dr. Müller-Steinmann. Durch die entstandene Wärme würden die Blutgefäße, die die Warze versorgen, verschlossen. „Ein Vorteil gegenüber Lacken und Pflastern ist, dass der Laser ganz gezielt zum Einsatz kommt und so die umliegende, gesunde Haut nicht beeinträchtigt. Zudem ist das Risiko, dass sich Narben bilden, viel geringer als bei einer Operation“, benennt er mögliche Vorteile. Die Kosten für eine Laserbehandlung müssen Patienten allerdings selber tragen. Eine Sitzung kostet i. d. R. zwischen 50 und 60 Euro. Die Häufigkeit der Behandlung ist abhängig von der Anzahl der Warzen am Körper.

Wer vorbeugend etwas gegen die Entstehung der Warzen tun will, kann neben der Hautpflege auch sein Immunsystem stärken, in der Hoffnung, dass dieses die Viren – wie bei anderen Erkrankungen auch – dann besser abwehren kann.

Quelle: Patient und Haut 2/2016

27.01.17

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