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Diagnose von Wechseljahren

Bei vielen Frauen gehen die Wechseljahre mit bestimmten Symptomen einher. Am auffälligsten ist die Änderung des monatlichen Zyklus durch die Wechseljahre. Die Veränderungen können unterschiedlich sein:

  • Die Stärke der Regelblutung nimmt zu oder auch ab.
  • Der Zyklus verkürzt sich und liegt teilweise unter 25 Tage oder er verlängert sich und liegt über 35 Tage.
  • Die Menstruation selbst ist länger oder kürzer als normal.
  • Vor und nach der eigentlichen Menstruation treten Schmierblutungen auf.
  • Die Regelblutung bleibt in unregelmäßigen Abständen aus.

Neben den Veränderungen des regelmäßigen Zyklus leiden nicht wenige Frauen an weiteren Symptomen, die auf das Eintreten der Wechseljahre hinweisen können. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und viele weitere Beeinträchtigungen, ob körperlicher oder psychischer Natur, lassen den behandelnden Arzt vermuten, dass sich seine Patientin in den Wechseljahren befindet.

Eine gynäkologische Untersuchung hilft, den Anfangsverdacht des Eintretens der Wechseljahre weiter zu untermauern. In der Regel treten in der Phase der Wechseljahre organische Veränderungen der Gebärmutter, der Scheide und der Brüste auf. Nicht selten bilden sich gutartige Gebärmutterknoten (Myome), die der Frau schmerzhafte Probleme bereiten können, in den Wechseljahren zurück. Auch lassen andere Beschwerden wie Schmerzen bei der Regelblutung oder das Prämenstruelle Syndrom (PMS) durch die Wechseljahre nach.

Ist die Betroffene älter als 45 Jahre, lässt auch dieser Umstand das Vorliegen der Wechseljahre vermuten. Nach der Statistik erfolgt die letzte Regelblutung im Alter von 51 Jahren. Doch sind Abweichungen von diesem Alter nach unten oder oben keine Seltenheit. Der Verlauf der Wechseljahre ist ein sehr individueller Vorgang und kann schwerlich verallgemeinert werden. Wann die Frau die Menopause erreicht hat, kann nur im Nachhinein ermittelt werden, wenn die letzte Regelblutung länger als 1 Jahr zurückliegt.

Tritt nach der Menopause dennoch eine Blutung auf, die einer Menstruation gleicht, sollte dies durch den behandelnden Arzt sofort untersucht werden. Es kann sich dabei um verspätete Schwankungen des Hormonsystems handeln, im schlimmsten Fall aber auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Welche Untersuchungsverfahren stehen bei den Wechseljahren zur Verfügung?

Neben dem diagnostischen Gespräch mit der Betroffenen und der körperlichen bzw. gynäkologischen Untersuchung hilft eine labortechnische Blutuntersuchung bei der Bestimmung der Wechseljahre. Hierbei wird die Konzentration diverser Hormone ermittelt wie z. B. die des follikelstimulierenden Hormons (FSH), des luteinisierenden Hormons (LH) sowie des Östrogens. Speziell im Bereich der Östrogene ist das Östradiol, welches für das Eintreten der Regelblutung verantwortlich ist, von aussagekräftigem Interesse zur Diagnose der Wechseljahre. Typisch für die Wechseljahre ist ein Abnehmen des Östradiols bei gleichzeitiger Zunahme des FSH.

Erhält man einen Ausdruck der Blutuntersuchung, so lesen sich in den Wechseljahren folgende Zahlen:

  • LH über 20 mlE/ml
  • FSH über 50 mlE/ml
  • Östradiol unter 20pg/ml

Um eine eindeutige Diagnose der Wechseljahre anhand der Blutwerte stellen zu können, reicht eine einmalige Blutabnahme nicht aus. In der Regel wird die Untersuchung zweimal unter gleichen Bedingungen wiederholt.

Melissa Seitz

07.05.15

Diagnose
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