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Älter werden

Gesund älter werden

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Berichtszeitraum 2007/2009 haben in diesem Zeitraum geborene Mädchen eine Lebenserwartung von 82,53 Jahren im Vergleich zu 77,33 Jahren bei den Männern. Frauen mit einem Alter von 40 Jahren haben durchschnittlich weitere 43,32 Jahre vor sich. Solange man gesund älter wird, sind diese zusätzlichen Lebensjahre ein Geschenk. Ob man mit zunehmendem Alter gesund bleibt, lässt sich nicht komplett beeinflussen, aber man kann die Chancen auf ein gesundes Älterwerden mit den richtigen Verhaltensweisen deutlich steigern.

Krankheitsfördernde Faktoren und Schutzfunktionen

Das Bundesministerium für Gesundheit hat im zweiten Band seines Forschungsberichts „Gesundheitliche Prävention bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte“ Krankheiten fördernde Faktoren und Schutzfunktionen gegenübergestellt, die Chancen auf ein gesundes Älterwerden steigern. Dabei unterteilt die Broschüre die aufgezählten Faktoren in vier Bereiche:

  • Körperlich: Hier stehen den Krankheit fördernden Faktoren wie etwa Überlastungen, Bewegungsarmut oder Fehlernährung Schutzfunktionen wie ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung gegenüber.
  • Psychisch: Hier zählen unter anderem Faktoren wie eine wenig anregende Umwelt, wenige Interessen und eine geringe subjektiv empfundene Gesundheit zu den krankmachenden Faktoren, denen unter anderem ein gesunder Lebensstil mit hoher Lebensqualität und vielen Anregungen als Schutzfaktor gegenübersteht.
  • Sozial: Ein gutes soziales Netzwerk kann als Schutzfaktor dienen, der ein gesundes Älterwerden begünstigt, während Einsamkeit und Isolation einen negativen Einfluss auf Gesundheit in fortgeschrittenen Lebensjahren haben können.
  • Materiell: Geringe finanzielle Ressourcen und Armut können die Chancen auf ein gesundes Älterwerden beeinträchtigen, während materielle Sicherheit oftmals ein positiv wirkender Faktor ist.

Der komplette Forschungsbericht enthält die vollständige Liste der Faktoren. Die aufgezählten Punkte bedeuten natürlich nicht, dass alle Krankheit fördernden Faktoren ein gesundes Älterwerden in jedem Fall verhindern, während alle Schutzfaktoren Garantien für Gesundheit im fortgeschrittenen Alter sind. Sie zeigen aber sehr deutlich, dass Maßnahmen für ein gesundes Älterwerden ganzheitlich betrachtet werden müssen. Gesund älter zu werden, ist ein Lebensprojekt.

Gesundheitliche Vorsorge

2008 berichtete eine Studie des Instituts für Gerontologie an der Universität zu Heidelberg, dass ältere Frauen Angebote zur gesundheitlichen Vorsorge nur zögerlich in Anspruch nehmen. Dabei können solche Angebote dazu beitragen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Vorsorge sollte daher ein fester Bestandteil des Älterwerdens sein. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt für Frauen ab dem Alter von 20 Jahren Vorsorgemaßnahmen vor Krebserkrankungen an den Geschlechtsorganen. Bei älteren Frauen kommen weitere Empfehlungen hinzu:

  • Ab dem Alter von 30 Jahren: Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust.
  • Ab dem Alter von 35 Jahren: Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Haut im Abstand von zwei Jahren.
  • Ab dem Alter von 50 Jahren bis zum vollendeten 70. Lebensjahr: Alle zwei Jahre Mammographie-Screening zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust.
  • Ab dem 55. Lebensjahr: Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen des End- und des übrigen Dickdarms.

Ansgar Sadeghi

02.09.11

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