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Windeldermatitis vorbeugen und behandeln

Kommen bei Babys und Kleinkindern Hautreizungen in der Windelregion vor, sprechen Mediziner von einer Windeldermatitis. Dieser wunde Po, wie die Windeldermatitis umgangssprachlich auch genannt wird, entsteht durch Feuchtigkeit im Windelbereich und das längere Einwirken von Stoffen wie Ammoniak aus dem Urin auf die empfindliche Kinderhaut. Auch Substanzen aus dem Stuhl tragen zu einer Windeldermatitis bei, die sich durch Rötungen, Juckreiz und Schmerzen bei der Berührung der wunden Stellen äußert.

Bleibt eine Windeldermatitis über eine längere Zeit bestehen, können zudem Krankheitserreger in die geschädigte Haut eindringen. Häufig kommt es etwa zu einer Infektion mit Hefepilzen, Windelsoor genannt, die sich durch rote Punkte oder kleine Bläschen auf den betroffenen Hautstellen äußert. Damit sie sich nicht weiter ausbreitet, muss sie schnellstmöglich behandelt werden.

Windel häufig wechseln

Das oberste Gebot zur Vorbeugung sowie zur Behandlung einer Windeldermatitis lautet: Die Windel oft wechseln – befindet sich Stuhl darin, sofort, ansonsten wenigstens alle vier Stunden, bei Bedarf häufiger. Denn auch die saugfähigsten Windeln sind irgendwann einmal voll und können den Urin nicht länger im Windelkern halten. Die Folge: Die Feuchtigkeit lässt die Haut aufquellen, sodass sie etwa durch Beanspruchungen, z. B. bei Bewegungen des Kindes, leicht geschädigt werden kann, und die im Urin enthaltenen Stoffe reizen sie zusätzlich.

Den Babypo können Eltern einfach mit lauwarmem Wasser und einem weichen Waschlappen reinigen. Das hat den Vorteil, dass Duft- und Konservierungsstoffe aus Seifen die Haut nicht noch zusätzlich reizen. Bei einer bereits bestehenden Windeldermatitis sollten Eltern bei der Reinigung sehr vorsichtig sein, d. h. nicht mit dem Waschlappen über die Haut reiben, sondern sie vorsichtig abtupfen, dabei jedoch darauf achten, dass alle Stuhlreste entfernt werden und der Po gründlich sauber ist. Im Anschluss müssen Eltern die Haut gründlich abtrocknen, dabei sollten sie auch vorsichtig sein, trotzdem aber alle Hautfalten trocknen. Falls die Haut sehr empfindlich ist, können Eltern sie auch vorsichtig mit geringer Wärme trocken föhnen. Günstig ist es, wenn das Baby noch eine Weile ohne Windel liegen bleiben kann. Kommt Luft an die gereizten Hautstellen, heilen sie schneller ab.

Hilfe bei einem wunden Po und Windelsoor

Ist der Po sehr wund, sollten Eltern die wunde Haut mit einer Salbe eincremen, die Zinkoxid enthält. Das Zinkoxid sorgt dafür, dass weniger Feuchtigkeit an die gereizten Stellen gelangen kann, und trägt zusätzlich dazu bei, dass sie schneller abheilen. Bei Verdacht auf Windelsoor sollten Eltern mit ihrem Kind den Kinderarzt aufsuchen. Dieser wird eine Creme mit einem Antipilzmittel verordnen, das auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird. Andere Salben dürfen während der Behandlung nicht verwendet werden. Ganz wichtig: Waschlappen und Trockentücher dürfen bei einem Pilzbefall nur einmal verwendet und müssen danach bei mindestens 60 °C gewaschen werden, um eine erneute Übertragung der Pilze auf die Haut zu verhindern.

Beim Baden des Kindes können Eltern zudem etwas Kamillenextrakt ins Wasser geben. Das hilft der Haut und lindert die Schmerzen ein wenig. Ein weiterer Faktor, der die Heilung beschleunigt, ist Luft. Eltern sollten ihr Baby möglichst oft ohne Windel liegen oder krabbeln lassen und darauf achten, dass die verwendeten Windeln luftdurchlässig sind.

Quelle: allergikus 1/2017

14.09.17

Hauterkrankungen bei Kindern
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