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Das hilft bei einer Winterdepression bei Krebs

Dunkelheit und trübes und kaltes Wetter können uns im Winter aufs Gemüt schlagen – das kennt fast jeder. Fühlt man sich jedoch über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen niedergeschlagen, gereizt oder antriebslos, kann dahinter eine sog. Saisonal-Abhängige-Depression (SAD) stecken, häufig auch als Winterdepression bezeichnet, berichtet die Apotheken Umschau.

Im Unterschied zu einer normalen Depression haben Menschen mit einer Winterdepression oft keine Appetitlosigkeit sondern eher Hunger auf Süßes und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn man bei sich eine Winterdepression vermutet, sollte man einen Arzt aufsuchen bzw. mit dem behandelnden Arzt oder dem Psychoonkologen sprechen. Eine Ursache für eine Winterdepression ist wahrscheinlich der Lichtmangel im Winter, der sich auf den Hormonspiegel im Gehirn auswirkt. Dafür spricht auch, dass in Skandinavien mit seinen besonders dunklen und langen Wintern mehr Menschen von einer Winterdepression betroffen sind als in Deutschland. Dennoch entwickeln nicht alle Menschen im Winter eine Depression, daher spielen wahrscheinlich auch individuelle Veranlagungen und Belastungen eine Rolle.

Viel Bewegung im Freien als Vorbeugung

Die gute Nachricht ist: Einer Winterdepression lässt sich vorbeugen. Wie PTA-Forum online berichtet, ist tägliche Bewegung im Freien, beispielsweise ein Spaziergang, am besten morgens und für gut eine Stunde, ein geeignetes Mittel, um Licht zu tanken. Ein gut strukturierter Tagesablauf kann ebenfalls helfen, nicht in Grübeleien zu verfallen. Laut Apotheken Umschau sollte man auch schauen, dass man sich im Winter selbst etwas Gutes tut: z. B. mit Verwöhn-Momenten zu Hause oder gemeinsam mit Freunden.

Mit Tageslichtlampen gegen die Winterdepression

Licht ist ein wirksames Mittel gegen Winterdepressionen – und für Menschen, die es aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, regelmäßig draußen Licht zu tanken, bietet sich eine sog. Lichttherapie an. Diese wird mit einer speziellen Lampe durchgeführt, die weißes Licht ohne UV-Anteil ausstrahlt. Diese Tageslichtlampen ahmen dabei die spektrale Zusammensetzung sowie die Intensität des Sonnenlichtes nach, so das PTA-Forum online. Sie bringen es auf eine Helligkeit von 10.000 Lux – soviel wie an einem Sommertag im Schatten. Zum Vergleich: Die Beleuchtung drinnen durch normale Lampen liegt bei etwa 300 bis 800 Lux. Für die Lichttherapie schaut man in das Licht der Lampe, am besten bereits frühmorgens, um dem Körper zu signalisieren: Jetzt beginnt der Tag.

Die Wirkung der Lichttherapie ist durch Studien belegt. Krankenkassen erstattet die Kosten für die Anschaffung einer solchen Tageslichtlampe i. d. R. jedoch nicht. Laut Apotheken Umschau sollte man mit seinem Arzt besprechen, ob die Lichttherapie im individuellen Fall sinnvoll ist, wie die Kosten ausfallen und ob es mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geben könnte.

Quelle: Befund Krebs 5/2017

18.12.17

Nebenwirkungen|Folgen der Therapie