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Eigenen Bedürfnissen Raum geben

Während der Brustkrebstherapie mussten Patientinnen ihre Bedürfnisse lange Zeit zurückstellen. Sie hatten häufig keine Zeit, aber vor allem keine Kraft mehr für Freizeitaktivitäten, für Hobbys oder soziale Kontakte. Nach überstandener Krankheit können sie den eigenen Bedürfnissen endlich wieder Raum geben. Der Alltag wird nicht mehr ausschließlich von der Brustkrebserkrankung bestimmt. Es dreht sich nicht immer alles nur um Therapien, Medikamente, Schmerzen oder Ängste. Ganz allmählich kehrt Routine ein. Da ist es wichtig, dass die Brustkrebs-Patientinnen sich, ihrem Körper und auch ihrem Geist etwas Gutes tun. Sie sollten in sich hineinhören und herausfinden, was ihnen nach all den Strapazen wieder Spaß machen und ihnen eine Freude bereiten könnte. Vielleicht schreibt man sich in einen Verein ein, um Menschen zu treffen, die dieselben Interessen verfolgen. Oder man geht mit Freunden ins Restaurant, um sich wieder viel Zeit für ein gutes Essen zu nehmen.

Andere hingegen sehnen sich nach Ruhe und Entspannung. Sie wollen sich eine Auszeit vom Alltag, von der Familie und von Freunden nehmen. Eins sein mit der Natur – das ist ein Wunsch, den viele Brustkrebspatientinnen nach wochenlangen Krankenhausaufenthalten äußern. Sie möchten allein durch die Natur wandern, in erholsamer Atmosphäre die Landschaften und die Ruhe um sich herum genießen und über die Vergangenheit aber auch über die Zukunft nachzudenken. Diesem Bedürfnis nach Einsamkeit und Entspannung sollte unbedingt nachgegeben werden. Er ist für manche Frauen sehr hilfreich, um wieder zu sich selbst zu finden und fördert die Gesundheit.

Während der Brustkrebstherapie und auch noch lange Zeit danach leiden viele Betroffene unter Schlaflosigkeit. Aus diesem Grund sollten sich Frauen nach überstandener Krankheit die Zeit zum Schlafen nehmen. Regelmäßiger und ausreichender Schlaf stärkt schließlich die Gesundheit und regeneriert die Kräfte. Auch ein Mittagsschläfchen sollte – wenn möglich und bei Bedarf – in den Tagesablauf eingeplant werden.
Um Stress abzubauen sollten sich Brustkrebspatientinnen immer kleine „Inseln der Ruhe“ gönnen. Das bedeutet: Zwischendurch immer wieder eine kleine Ruhepause einlegen. Die Hausarbeit oder Büroarbeit für eine kurze Zeitspanne liegen lassen und statt dessen Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training machen.
Wichtig ist, über seine Bedürfnisse zu sprechen und die Familie und Freunde mit seinen Wünschen vertraut zu machen. Nur durch das offene Gespräch kann man Verständnis und Toleranz erwarten.

Rechtzeitig sollten Frauen auch über ihre Probleme sprechen und sich entsprechende Hilfe holen – gegebenenfalls auch professionelle. Denn Schweigen oder das Verdrängen von Bedürfnissen wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Betroffenen aus. Eine Krise sollte stets als Chance gesehen werden. Wer sich jedoch zurückzieht verstärkt die Krise.

Maria Zaffarana

25.08.11

Bedürfnissen Raum geben

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