- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Stoffwechselerkrankungen - Diabetes mellitus - Fuß und Haut - Diabetes: Hautpflege im Sommer

Diabetes: Hautpflege im Sommer

Die Haut von Menschen mit Diabetes benötigt zu jeder Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit. Im Sommer sollten Betroffene aber noch einige zusätzliche Pflegehinweise beachten.

Drei von vier Menschen mit Diabetes leiden im Laufe ihres Lebens unter negativen Veränderungen ihrer Haut. Zumeist leiden die Betroffenen unter trockener Haut, informiert Prof. Dr. rer. nat. Martin Steinhart auf aktive-diabetiker.at. Regelmäßige Pflege gibt der Haut aber die benötigte Feuchtigkeit und Widerstandsfähigkeit zurück.

Diabetespatienten müssen auf ihre Haut noch mehr achten als Menschen ohne Diabetes. Der Körper versucht den überschüssigen Zucker mit reichlich Harn auszuspülen, dadurch wird die Haut trocken, der Zucker aber nicht weniger. Zucker und Fett lagern sich dann an den Wänden der Blutgefäße ab, sie beginnen zu verkalken und lassen weniger Blut und Nährstoffe zur Haut durch. Diese wird nicht mehr ausreichend durchblutet, bekommt nicht genug Sauerstoff und Nährstoffe und wird dadurch trocken.

Ausreichend Sonnenschutz verwenden

Die Haut von Menschen mit Diabetes braucht also besondere Aufmerksamkeit – nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer. Denn durch die Einflüsse von Sonne und Chlor- oder Salzwasser kann die Haut im Gesicht und am Körper noch mehr austrocknen. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, die richtigen Pflegeprodukte zu verwenden, auf ausreichend Sonnenschutz und die Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Im Urlaub, am Strand, aber auch im Freibad oder bei der Gartenarbeit im Freien sollte man zusätzlich eine Kopfbedeckung tragen, um sich vor UV-Licht abzuschirmen. Denn die Haut kann sich selbst nur für einen begrenzten Zeitraum vor der Sonneneinstrahlung schützen. Hilft man ihr nicht, kommt es zu einem Sonnenbrand, der nicht nur zur vorzeitigen Hautalterung, sondern auch zu Hautkrebs führen kann.

Mit natürlichen Fetten pflegen

Auch die Pflege fernab von Strand und Freibad spielt im Sommer eine wesentliche Rolle. Zwar braucht die Haut im Winter aufgrund der frostigen Temperaturen Cremen mit einem höheren Ölanteil, doch auch im Sommer wird die Haut beansprucht und benötigt die richtige Pflege. Laut Prof. Steinhart eignen sich zur Hautpflege für Menschen mit Diabetes am besten natürliche Fette. Denn diese können sich wie hauteigene Fette einlagern und reichlich Wasser binden. Reine Fettcremen sollten nicht verwendet werden, sondern lediglich fettreiche Produkte mit natürlichen, ungesättigten Fettsäuren. In ausgewogener Zusammensetzung ziehen sie auch rasch ein und lassen ein angenehmes Hautgefühl zurück.

Wesentlich ist im Sommer auch, sich nach dem Bad im Meer oder Pool abzuduschen, um Salz oder Chlor von Haut und Haar zu entfernen, denn beides kann die Haut austrocknen und belasten. Prof. Steinhart mahnt auch dazu, die Pflege regelmäßig durchzuführen, es sollen keine Phasen der Trockenheit zugelassen werden. Nur dann kann sich die Haut regenerieren und die Schutzbarriere wieder aufbauen. Für Menschen mit Diabetes gilt es auch, täglich ihre Haut – besonders an den Füßen – zu kontrollieren. Und auch das Abtrocknen ist wichtig, v. a. dort, wo die Haut aufliegt, wie etwa zwischen den Zehen, unter den Brüsten und in Bauchfalten.

Feuchtigkeit von innen

Besonders im Sommer ist es wichtig, ausreichend zu trinken und damit der Haut Feuchtigkeit von innen zuzuführen. Um trockene Haut zu vermeiden, solle man rund zwei Liter pro Tag trinken, und zwar in Form von Wasser oder ungesüßten Tees. Besonders in der heißen Jahreszeit produziert der Körper mehr Schweiß und verliert dadurch Mineralien. Daher ist es auch wichtig, neben der Flüssigkeit ausreichend Vitamine und Mineralstoffe durch die Ernährung aufzunehmen, z. B. durch viel Gemüse, Salate, Obst und Vollkornprodukte.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 1/2018

03.08.18