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Ernährung

Grundsätzlich ist eine gute Ernährung in allen Phasen des Lebens sehr wichtig. Der Körper benötigt immer einen ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen, damit er so funktioniert wie es die Natur vorgesehen hat. In der Schwangerschaft jedoch spielt die Ernährung eine ganz entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes. In den neun Monaten der Schwangerschaft müssen sich sämtliche Organe inklusive des Gehirns entwickeln, ebenso muss sich das Skelettsystem entwickeln und stabilisieren. Das ungeborene Kind muss mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, es muss wachsen und gedeihen können. Vitamine und Mineralstoffe spielen aber auch für den Organismus der Mutter eine wichtige Rolle, denn die Natur hat es so vorgesehen, dass das ungeborene Kind hier an erster Stelle steht. In erster Linie versorgt der Organismus der werdenden Mutter das ungeborene Kind mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Eine werdende Mutter muss also in der Tat, wie es früher gerne gesagt wurde, für zwei essen. Allerdings sollte dies nicht hinsichtlich der Mengen gelten, vielmehr sollte das Augenmerk auf das gerichtet werden, was gegessen wird. Eine Schwangerschaft ist eine perfekte Zeit, die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls umzustellen. Eine gesunde Mischkost und vor allem drei regelmäßige Mahlzeiten pro Tag sollten Mutter und Kind mit allem versorgen, was nun benötigt wird.

Der Kalorienbedarf einer werdenden Mutter steigt nur geringfügig an. Definitiv aber steigt der Vitamin- und Mineralstoffbedarf einer werdenden Mutter. Der Speiseplan sollte daran angepasst werden.

Ein ausgewogener Speiseplan – und hier ist häufig von gesunder Mischkost die Rede – gewährleistet die Zufuhr aller lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge für Mutter und Kind.

Brot und Brötchen aus Vollkorngetreide sind sehr gesund, aber viele Frauen klagen über Verdauungsprobleme, wenn sie ausschließlich Vollkornprodukte verzehren. Backwaren können ruhig im Wechsel aus Vollkorn oder Weizenmehl hergestellt sein. Fleisch darf täglich verzehrt werden, auch wenn häufig von zwei bis drei Mal pro Woche die Rede ist. Allerdings sollte es möglichst fettfrei sein. Geflügel und Rindfleisch im Wechsel liefern dem Körper wichtige Eiweißstoffe. Frisches Gemüse sollte täglich verzehrt werden, Konserven allerdings verbieten sich fast von selbst: Hier sind keine Vitamine mehr enthalten. Gemüse sollte von daher immer frisch zubereitet werden, alternativ darf es auch tiefgekühltes Gemüse sein. Täglich eine Portion Salat – das ist nicht nur eine geeignete Zwischenmahlzeit, sondern ein weiterer wichtiger Lieferant für Vitamine. Frisches Obst sollte eine schwangere Frau täglich verzehren und hier ruhig so viel wie möglich.

Milch und Milchprodukte sind wichtige Lieferanten von Magnesium und vor allem Kalzium und sollten von daher ebenfalls täglich in den Speiseplan integriert werden. Zuckerhaltige Getränke sollten schwangere Frauen vermeiden, sie sorgen nur für unnötige Kalorien. Besser sind verdünnte Fruchtsäfte oder Mineralwasser mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Sehr wichtig ist es in der Schwangerschaft, sich vor Lebensmittelinfektionen und Schadstoffbelastung zu schützen. Verzichten sollte man aus diesem Grund wenn möglich auf Eier, die nicht ganz durchgegart sind, aber auch auf Speisen und Getränke, die mit rohen Eiern zubereitet wurden. Rohes Getreide kann stark mit Schadstoffen belastet sein und sollte aus diesem Grund nicht verzehrt werden. Gemüse und Obst sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden.

Gerne wird das Thema Süßigkeiten innerhalb der Thematik „Ernährung in der Schwangerschaft“ angesprochen. Grundsätzlich sind Süßigkeiten erlaubt. Schwangere Frauen haben nicht selten Heißhungerattacken und das schließt den grenzenlosen Appetit auf etwas Süßes nicht aus. Süßigkeiten sollten allerdings grundsätzlich, auch in nicht-schwangeren Zeiten, in Maßen gegessen werden. Gleiches gilt natürlich auch in der Schwangerschaft. Der Schokoriegel zwischendurch ist vollkommen legitim, er darf allerdings nicht Ersatz für eine Mahlzeit werden.

Frauen, die bis zur Schwangerschaft vegetarisch gelebt haben, müssen sich nicht zwangsläufig umstellen und anfangen, alle Sorten Fleisch zu verzehren, wenn sie dies nicht möchten. Es wäre aber sinnvoll, zumindest zwei- oder dreimal pro Woche Geflügel auf den Speiseplan zu setzen. Eine wichtige Rolle in einem rein vegetarischen Speiseplan spielen aber Milch und Milchprodukte sowie Eier. Eventuell sollten sich Vegetarierinnen hinsichtlich ihrer Ernährung in der Schwangerschaft beraten lassen. Wer hingegen vor der Schwangerschaft vegan gelebt hat, sollte dringend eine Umstellung der Ernährung nicht nur in Betracht ziehen – sondern auch durchführen. Milch und Milchprodukte sind wichtige Lieferanten von Kalzium und Magnesium. Nicht selten leiden Menschen, die sich vegan ernähren, an Mangelerscheinungen. Auf das ungeborene Kind kann sich ein Mangel an notwendigen Mineralstoffen tatsächlich mit starken Entwicklungsverzögerungen auswirken. Kalzium und Magnesium sind unabdingbar für einen gesunden Aufbau von Knochen und Zähnen des ungeborenen Kindes.

Eine schwangere Frau hat einen erhöhten Eisenbedarf, der häufig nicht alleine über die Ernährung gedeckt werden kann. In diesem Fall verschreibt der behandelnde Arzt meist Eisen in Form von Tabletten, das zusätzlich zur Nahrung für einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden sollte.

Monika Celik

24.02.11

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