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Feng-Shui

Feng-Shui bedeutet übersetzt „Wind und Wasser“ und ist in China ein begründeter Teil des Daoismus. Ziel der Lehre des Feng-Shui ist es, den Menschen mit seiner Umgebung zu harmonisieren. Um dies zu erreichen, werden die Wohn- und Lebensräume in einer bestimmten Art und Weise gestaltet.

Der Daoismus

Der Daoismus, in manchen Schriften auch als Taosimus bezeichnet, ist eine chinesische Religion und Philosophie. Der Daoismus hat eine lange Entwicklung durchgemacht und dabei fortwährend Strömungen des Altertums integriert. Eine wichtige Rolle spielen die kosmologischen Vorstellungen von Himmel und Erde, die Fünf Wandlungsphasen, die Lehre vom Qi (Energie), Yin und Yang und das Yijing (I Ging), aber auch die Tradition der Körper- und Geisteskultivierung, die mit Atemkontrolle und anderen Techniken wie Taijiquan und Qigong, Meditation, Visualisation und Imagination, Alchemie und magischen Techniken das Erreichen der Unsterblichkeit zum Ziel hat. Die Suche nach Unsterblichkeit ist ein zentrales Thema des Daoismus und geht wahrscheinlich auf sehr alte Glaubensinhalte zurück.

Was ist Feng-Shui?

Seit einigen Jahren interessieren sich immer mehr Menschen im Westen für die Künste und Wissenschaften der asiatischen Länder, insbesondere der aus China. So hat sich Feng-Shui zu einer Praxis entwickelt, die weltweit angewendet wird. Trotz der wachsenden Beliebtheit ist vielen Menschen nicht bewusst, dass die Ursprünge des Feng-Shui im Daoismus begründet und dadurch auch mit einem Ausleben dieser Philosophie eng verknüpft sind.

Eins der traditionellen Anwendungsgebiete von Feng-Shui in China ist die Planung von Grabstätten. Auch die chinesische Gartenkunst wurde maßgeblich davon geprägt. Die Prinzipien des Feng-Shui können in sämtlichen Lebensbereichen, also bei der Zimmereinrichtung, dem Hausarchitektur und der Landschaftsgestaltung, berücksichtigt werden. Sie verhindern, dass sich „verstockte“ Energien festsetzen können und bewirken einen freien Fluss des Qi.

Feng-Shui basiert auf den chinesischen Philosophiesystemen der Yin-und-Yang-Lehre, den nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Acht Trigrammen und der Fünf-Elemente-Lehre.

Das Qi

Qi ist die Lebensenergie, die überall um uns, in jedem Menschen und in jeder Zelle fließt. Der Begriff Feng-Shui ist eigentlich eine Abkürzung des Satzes: „Qi wird vom Wind zerstreut und stoppt an der Grenze des Wassers“. Der Begriff „Wind und Wasser“ bzw. Feng-Shui bezeichnet demnach die Kunst, das Qi vor dem Wind zu schützen und mit Wasser zu beeinflussen. Das Qi kann also durch Eingriff in die Architektur gebündelt und geleitet werden. Die Aufgabe eines Feng-Shui-Beraters liegt darin, die Bewegung des Qi in der Umgebung und im Haus zu erkennen, zu harmonisieren und zu steigern. Die Lehre des Feng-Shui nimmt an, dass günstiges Qi sich positiv auf Gesundheit, Harmonie und Erfolg des Menschen auswirkt.

Die Yin- und Yang-Lehre

Yang ist das Qi von Bergen und Straßen, Yin das von Ruhe und Wasser. Ein Ziel des Daoismus ist es, das Gleichgewicht zwischen allen Gegensätzlichen zu fördern. So kann die Lehre vom Yin und Yang beispielsweise auf den Wohnraum angewandt werden, indem Schwerpunkte auf Yin- und Yang-Bereiche, entsprechend der Nutzung des jeweiligen Raums, gelegt werden. So beinhalten Yin-Bereiche das Schlafzimmer und Ruheräume, während Yang-Bereiche beispielsweise im Arbeits- und Wohnzimmer zu finden sind.

Die Fünf-Elemente-Lehre

Im Daoismus wird die Energie auf fünf Ebenen analysiert und ausgeglichen. Dies sind Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer. Dabei gilt Feuer als großes, Holz als kleines Yang, Metall als kleines, Wasser als großes Yin, und die Erde als neutral. Mit einem umfangreichen Wissen um die Auswirkung von Farbe, Form, Maßen und Klang auf den Menschen können Orte gemäß der Feng-Shui-Lehre durch die Anordnung und das Anbringen von Objekten, Farben oder Abhilfen ausgeglichen werden.

Die Kompass-Lehre (Li Qi Pai) und die Fliegenden Sterne

Der Luo Pan, der Geomanten-Kompass, symbolisiert durch seine Form (ein Kreis in einem Quadrat) die Verbindung von Himmel und Erde. Es wird angenommen, dass sich der Einfluss der Sterne in bestimmten Formationen der Natur manifestiert. Durch die Messung der Himmelsrichtung lässt sich demnach die energetische Qualität des zu untersuchenden Hauses feststellen.

Die Lehre der Fliegenden Sterne ist ein Teil der Kompass-Lehre, die die Einflüsse von neun Sternen in Bezug auf Landschaft, Haus oder Wohnung auf den Menschen analysiert. Die neun Sterne entsprechen demnach in Charakteristik und Eigenschaften den Acht Trigrammen plus eines weiteren Sterns, der die Mitte symbolisiert. Durch den zeitlichen Wechsel ändert sich nach dieser Vorstellung auch die optimale Positionierung von Yin und Yang in der Umgebung eines Hauses. Dadurch gibt es günstige und ungünstige Einflüsse, denen durch die richtige Nutzung der Räume im Haus Rechnung getragen werden soll.

Lydia Köper

04.03.11

Feng-Shui

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