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Narbenkorrektur nach Operation bringt meist kaum Verbesserung

Wie unauffällig eine Operationsnarbe verheilt, ist in erster Linie Veranlagung. „Manche Menschen neigen zu einer überschießenden Narbenbildung. Die Narbe wird bei ihnen breit und erhaben“, sagt Jörg Ansorg, Geschäftsführer des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen. Mediziner sprechen in diesem Fall von einem Keloid. Medizinisch gesehen seien solche Narben unbedenklich.

Wer einmal eine derartige Narbenbildung hatte, werde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei einer folgenden Operation haben. Daher habe die operative Korrektur eines Narben-Keloids kaum Aussicht auf Erfolg, sagt der Chirurg. Denn dabei entstehe eine neue Narbe mit wahrscheinlich gleichem überschießenden Wachstum wie bei der vorangegangenen Operation.

Starkem Narbenwachstum könne man allenfalls etwas vorbeugen. „Wer weiß, dass er zur Keloidbildung neigt, kann dies vor der OP mit dem Chirurgen besprechen“, rät der Mediziner. U. U. könne der Chirurg dann einen Experten hinzuziehen und versuchen, nach der OP mit speziellen Salben oder Injektionen das Wachstum einzudämmen.

Es gibt Jörg Ansorg zufolge allerdings Fälle, in denen operative Narbenkorrekturen sinnvoll sind. Wenn eine OP-Wunde etwa wegen einer Infektion erneut geöffnet werden muss, kann die Narbe breit und unansehnlich werden. Diese Narbe könne der Chirurg später noch einmal herausschneiden.

Juckende Narben sind normal

Auch wenn Narben breit, erhaben und leicht gerötet aussehen, brauchen sie, einmal abgeheilt, keine besondere Pflege, sagt Ansorg. Das Gewebe könne kosmetisch ebenso behandelt werden wie die umliegende Haut.

Dass Narben mitunter jucken, ist dem Chirurg zufolge ebenfalls ein unbedenkliches Phänomen. Meist seien irritierte Nervenendigungen dafür verantwortlich. Solange der Juckreiz nicht als extrem störend empfunden werde, hält Ansorg keine Behandlung für notwendig. Anderenfalls könne ein Hautarzt hinzugezogen werden. Jörg Ansorg rät allerdings davon ab, Kortison auf die juckende Haut aufzutragen. Es helfe nicht und könne der Haut bei längerer Anwendung schaden.

Quelle: Patient und Haut 2/2011

29.12.11

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