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Nordic Walking

Entstehung und Historie

Nordic Walking ist schon vor einigen Jahren zum Trend in Deutschland geworden und die Läufer sind kaum zu übersehen. Ob in der freien Natur oder am Straßenrand, auf dem Bürgersteig in der Großstadt, Nordic Walking kann überall ausgeführt werden. Der gleichbleibende Takt während des Laufens, der Gleichklang zwischen den Schrittbewegungen und den dazu gehörenden Armbewegungen mithilfe der Walking-Stöcke ist nicht zu übersehen und erinnert an Skifahrer, die Trockenübungen nachgehen.

In der Tat entwickelte sich das Nordic Walking auch aus dieser Sportart heraus und das bereits in den 1930er-Jahren. Skilangläufer trainierten in dieser Epoche auf diese Weise in Zeiten ohne Schnee, um fit zu bleiben und das Gleichgewicht der Bewegungen zu trainieren. Ende der 1990er-Jahre stellte der Erfinder Marko Kantaneva, ein finnischer Sportstudent, das Nordic Walking als solches vor. Mit seiner Präsentation gewann er den Messepreis und schon ein Jahr später konnte ein großer Absatz der Walkstöcke verzeichnet werden.

Nordic Walking erfreut sich deswegen einer so großen Beliebtheit, weil dieser Sport überall betrieben werden kann, und vor allem: Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, jung oder alt, Nordic Walking ist eine Sportart für Jedermann und kostet – außer dem Kauf der Stöcke und der Sportbekleidung – nicht einmal Geld.

Durchführung und Ausrüstung

Die richtige Ausrüstung ist ein wichtiger Aspekt beim Nordic Walking. Sie steht für eine hohe Sicherheit und erhöht den Gesundheitsfaktor. Im Handel sind unterschiedliche Stöcke erhältlich, die aus verschiedenen, sehr leichten Materialien gearbeitet sind: Karbon, Fiberglas oder Aluminium, häufig auch als Materialmix erhältlich. Ein Stock sollte nicht mehr als 200 g wiegen und möglichst wenig schwingen. Am Stockende befindet sich ein Schutz aus Gummi, das mindert die Geräusche auf Asphaltboden. Die Griffe sind aus weichem Material wie Kautschuk oder Kork gearbeitet und grundsätzlich sollten Handschlaufen vorhanden sein. Die Länge der Stöcke muss der Körpergröße gemäß gewählt werden und etwa 70 % derselben betragen, kürzere oder längere Stöcke können die Bewegungen der Arme beeinträchtigen und mindern den gesundheitlichen Effekt. Auch die Bekleidung sollte entsprechend angepasst werden. Am besten eignet sich Funktionskleidung, die der Unterkühlung von Gelenken und Muskeln vorbeugen. Angebrachte Reflektoren sind ein Sicherheitsfaktor, der – je nach Gegend – eventuell erforderlich werden kann. Die Kleidung sollte auch, eventuell durch einen Flaschengürtel, die Möglichkeit bieten, eine Trinkflasche mit sich zu führen, denn beim Nordic Walking muss ebenso auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden wie bei anderen Sportarten auch.

Im Bewegungsablauf ist Nordic Walking sehr einfach, es gleicht den Bewegungen beim Skilanglauf. Während die Beine den Körper im Schritttempo tragen, wirken die Stöcke durch die Armbewegungen unterstützend beim Halten des Gleichgewichts. Der richtige Rhythmus ist schnell gefunden. Anfänger sollten langsam beginnen, in der ersten Zeit genügen zehn Minuten pro Tag. Die Zeit des Trainings kann langsam gesteigert werden. Man sollte bedenken, dass beim Nordic Walking rund 600 Muskeln regelmäßig im Einsatz sein können. Es ist nötig, dass der Körper sich an diese neuen Anforderungen erst einmal gewöhnt.

Positive Effekte

Die zahlreichen, positiven Effekte dieser Sportart machen das Nordic Walking wahrscheinlich so beliebt. Bei rund 600 beanspruchten Muskeln während des Trainings stellt Nordic Walking ein gleichmäßiges Ganzkörpertraining dar. Gleichzeitig wird die Ausdauer gestärkt und der Kreislauf wird angeregt. Die Bewegungen lösen schmerzhafte Verspannungen in der Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich. Begeisterte Walker berichten von Gefühlen der Entspannung und der seelischen Ausgeglichenheit: In der Tat beginnt der Körper nach etwa einer halben Stunde Training, die Glückshormone Serotonin und Endorphine auszuschütten.

Verletzungsrisiko

Das Verletzungsrisiko beim Nordic Walking ist so gut wie ausgeschlossen. Allerdings gilt beim Nordic Walking die gleiche Regel wie bei allen Sportarten. Vor dem Training müssen die Sportler sich zunächst einmal ein wenig aufwärmen, zusätzliche Dehnungsübungen sollten ebenfalls durchgeführt werden. Anfänger beginnen am besten mit 20-30 Minuten Training 2-3 Mal pro Woche, was langsam gesteigert werden kann. Nach oben hin gibt es zeitlich keine Grenzen, die man sich nicht selbst auferlegt. Nordic Walking kann so lange betrieben werden wie es Spaß macht und angenehm erscheint. Die Regelmäßigkeit in der Durchführung ist allerdings sehr wichtig. Die besten Effekte bringt diese Sportart mit sich, wenn sie täglich durchgeführt wird.

Weitere Informationen

Viele Walker schätzen ihr tägliches Training in aller Ruhe und ganz für sich alleine. Ebenso viele allerdings würden gerne in einer Gruppe walken, weil ihnen der Sport in Gesellschaft mehr Spaß bereitet. Darüber hinaus bieten Walking-Gruppen auch die Möglichkeit neuer Kontakte innerhalb einer Gruppe von Menschen mit gleichen oder ähnlichen Interessen.

Im Internet finden sich einige Plattformen, über die Freunde des Nordic Walking regionale Gruppen entdecken und sich diesen anschließen können.

Monika Celik

04.03.11

Nordic Walking

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