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Tipps

Kinder und Jugendliche benötigen ebenso wie Erwachsene mit Neurodermitis eine regelmäßige intensive Basispflege ihrer Haut. Diese Basispflege ist immer anzuwenden, nicht nur, wenn es der Haut schlecht geht. Dennoch steht auch bei der Basispflege das Ermöglichen eines Wohlfühlgefühls an vorderster Stelle. Dabei ist es hilfreich, die Pflegeprodukte an den Zustand der Haut und die zu pflegende Körperregion anzupassen. Darüber hinaus sollte eine Pflege gewählt werden, die die Haut mit sehr viel Feuchtigkeit versorgt, Rötungen minimiert, die Haut glättet und beruhigt und all dies ohne einen unangenehmen Fettfilm auf der Haut zu hinterlassen. Die richtige Pflege sollte frei von Duftstoffen sein und auch auf andere Zusätze, die die Haut mit Neurodermitis reizen könnten, verzichten.

Die Basispflege der Haut sollte mindestens zweimal, idealerweise sogar dreimal täglich erfolgen. Dazu ist es sinnvoll, der Pflege der Haut feste Termine in der Tagesplanung der Kinder und Jungendlichen einzuräumen. So geht die Basispflege im Laufe der Zeit in Fleisch und Blut über und gehört zum normalen Tagesablauf der Kinder mit Neurodermitis dazu.

Am aufnahmefähigsten ist die Haut direkt nach dem Baden oder Duschen. Dann öffnen sich die Poren der Haut und saugen die Pflegeprodukte fast wie ein Schwamm auf. Cremes oder Lotionen sollten mit leichten kreisenden Bewegungen in die Haut einmassiert werden. Zu starker Druck beim Eincremen könnte die Haut mit Neurodermitis zusätzlich reizen.

Unterschiedliche Körperregionen benötigen bei Neurodermitis meist unterschiedliche Pflege:

Gesicht: Das Gesicht ist eines der empfindlichsten Stellen unseres Körpers. Daher sollte auch die Pflege entsprechend verträglich sein. Wählen Sie hier eine leicht verteilbare Konsistenz, die möglichst keinen Fettfilm auf der Haut hinterlässt. Dies ist entscheidend für ein positives Empfinden auf der Haut nach dem Eincremen. Die Kinder und Jugendlichen haben dann nicht das Gefühl, als hätten sie eine Maske auf.

Lippen: Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis sind die Mundpartie und die Lippen oftmals sehr gereizt. Die Haut in diesem Bereich spannt und ist trocken. Kinder und Jugendlichen fahren daher oft, ohne darüber nachzudenken mit der Zunge über die Lippen, um diese zu befeuchten und das trockene Gefühl loszuwerden. Doch gerade dies macht es nur noch schlimmer. Hier hilft eine speziell auf diesen Bereich der Haut abgestimmte Lippenpflege, die auch für Babys verträglich sein sollte. Ähnlich wie ein Lippenpflegestift wird hier der Wirkstoff aufgetragen und die Hautbarriere wiederhergestellt.

Kopfhaut: Neurodermitis, die sich auf der Kopfhaut zeigt, ist speziell zu behandeln. Wenn der Kopf juckt, kann man nicht einfach etwas Creme auf die Haut auftragen. Hier ist eine leichte Lotion hilfreich, die sich bei akutem Juckreiz gut verteilen lässt. Darüber hinaus helfen spezielle Shampoos, die Entzündungen zu mildern und dadurch den Juckreiz zu minimieren.

Körper: Für die Ganzkörperpflege eignen sich in der Regel Lotionen, die sich leicht auf der Haut verteilen lassen und schnell einziehen. So haben die Kinder und Jugendlichen mit Neurodermitis, nicht das Gefühl, ihre Kleidung würde auf der Haut kleben bleiben, wenn sie sich nach dem Eincremen anziehen.

Reinigung der Haut bei Neurodermitis

Neben der Körperpflege ist allerdings auch bei der Reinigung der Haut das ein oder andere zu beachten. Haut, die dem Wasser ausgesetzt ist, trocknet aus. Um dies zu verhindern, empfehlen sich Duschöle oder ölige Badezusätze, die rückfettend auf die von Neurodermitis geplagte Haut einwirken. Die Dusch- oder Badetemperatur sollte nicht zu heiß gewählt werden und der Vorgang nicht allzu lange dauern. Auch das Abrubbeln der Haut nach dem Baden sollte tabu sein, auch wenn Kinder dies oftmals gerne mögen. Um die Haut mit Neurodermitis zu schonen, sollten Sie ihr Kind mit dem Handtuch lediglich abtupfen. Nach dem Baden ist natürlich eine reichhaltige Pflege Pflichtprogramm.

Melissa Seitz

28.02.11

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