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Verlauf

Vom Verlauf einer Schwangerschaft spricht man ab dem Zeitpunkt der Befruchtung bis zum Zeitpunkt der Geburt. Ein Zyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage. In jedem Zyklus findet ein Eisprung statt – rund um den Eisprung ist eine Frau durchschnittlich für fünf bis sechs Tage fruchtbar. Eizelle und Spermium bilden durch die Befruchtung eine Zelle, die sich weiter entwickeln kann. Diese wandert in die Gebärmutter und nistet sich dort innerhalb von vierzehn Tagen ein. Die Embryonalbildung beginnt, gleichzeitig bildet sich die Plazenta, die den Embryo mit den notwendigen Nährstoffen versorgt.

In diesem ersten Schwangerschaftsmonat macht sich die Schwangerschaft in der Regel noch nicht bemerkbar. Die meisten Frauen stellen erst im zweiten Schwangerschaftsmonat Symptome fest: Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel oder Süßigkeiten stellen sich ein, manche Frauen klagen über morgendliche Übelkeit und Erbrechen, fühlen sich häufig auch müde. Viele Frauen leiden in dieser Phase der Schwangerschaft auch an Stimmungsschwankungen, die in den hormonellen Veränderungen begründet sind. Die Schwangerschaft kann nun in einem Urintest nachgewiesen werden. Etwa ab der siebten Schwangerschaftswoche ist der Herzschlag auf dem Ultraschallgerät erkennbar. Je nach erblichen Veranlagungen hat der Embryo am Ende der achten Schwangerschaftswoche eine Größe von durchschnittlich 12 mm.

Während der 9. bis zur 12. Schwangerschaftswoche spricht der Mediziner vom dritten Schwangerschaftsmonat und vom letzten Drittel des ersten Trimenons, der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Die Blutgefäße der Mutter erweitern sich, im Körper bilden sich ungefähr anderthalb Liter mehr Blut, damit der Embryo versorgt werden kann. Bei einigen Frauen lagert sich Flüssigkeit im Gewebe ein, viele bemerken einen erhöhten Harndrang. Gegen Ende der zwölften Woche hat der Embryo bereits eine Größe von etwa sechs cm. Nase und Zehen sind bereits erkennbar, die Ohren und Augenlider bilden sich, der Embryo beginnt sich zu bewegen. Bis zum Ende der zwölften Schwangerschaftswoche sind die Anlagen für sämtliche Organe gebildet.

Beim vierten bis siebten Monat spricht der Mediziner vom zweiten Trimenon, dem zweiten Drittel der Schwangerschaft. Die meisten schwangeren Frauen fühlen sich in dieser Phase ihrer Schwangerschaft sowohl körperlich als auch seelisch sehr wohl. Der Körper hat die hormonelle Umstellung bewältigt, seelisch befinden die meisten Frauen sich in diesen drei mittleren Schwangerschaftsmonaten mit sich selbst und ihrer Umwelt im Einklang. Rein medizinisch wird nicht mehr vom Embryo gesprochen, sondern vom Fötus. In der 13. bis 16. Schwangerschaftswoche spricht man vom vierten Monat. Viele Frauen spüren hier die ersten Kindsbewegungen. Der Fötus ist am Ende des vierten Monats rund 10 cm groß. Die Organe bilden sich weiter aus, er bewegt sich spontan, die Genitalien entwickeln sich. Häufig kann schon am Ende des vierten Monats das Geschlecht des Fötus über Ultraschall festgestellt werden.

Am Ende des siebten Schwangerschaftsmonats wiegt der Fötus schon rund 500 Gramm und ist etwa 25 cm groß. Das Knochenwachstum schreitet voran, das Gehirn bildet sich aus, das ungeborene Kind reagiert zum Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels bereits auf Reize von außen: Die Stimme der Mutter oder des Vaters, laute Musik, sogar auf Licht kann es reagieren.

Im letzten Schwangerschaftsdrittel, dem achten bis zehnten Schwangerschaftsmonat, reift das ungeborene Kind vollständig heran. Im Idealfall sollte der Fötus gegen Ende des achten Monats etwa vierzig cm groß sein und rund 2 kg wiegen, wobei es sich hier um Durchschnittswerte handelt. Leichte Schwankungen in Größe und Gewicht sind relativ normal und hängen auch mit Größe und Gewicht der leiblichen Eltern zusammen. In den letzten Wochen der Schwangerschaft reifen die Organe des Fötus endgültig heran, am Ende der 35. Woche ist die Reifung der Lunge abgeschlossen und das ungeborene Kind könnte ohne Hilfe atmen, würde es nun bereits geboren werden. Die letzten Wochen sind jedoch unabdingbar für das Erreichen des üblichen Geburtsgewichts und hier zählt jeder Tag. Pro Woche nimmt der Fötus in den letzten Wochen der Schwangerschaft rund 300 Gramm zu.

Zum Ende des zehnten Schwangerschaftsmonats beträgt die durchschnittliche Größe des ungeborenen Kindes je nach erblicher Veranlagung zwischen 46 und 52 cm, das Gewicht liegt in der Regel zwischen 2 800 und 3 500 Gramm. Die Schwangerschaft endet mit der Geburt des Kindes, die etwa 280 Tage nach der Befruchtung einsetzt.

Viele Erstgebärende sind etwas erstaunt, wenn sie erfahren dass medizinisch von zehn Schwangerschaftsmonaten ausgegangen wird, obwohl man seit Menschen Gedenken von neun Monaten der Schwangerschaft spricht. Dieser Berechnung liegt die Dauer eines ganz normalen, weiblichen Zyklus zugrunde, der in der Regel 28 Tage dauert. Die Schwangerschaft wird außerdem ab dem Tag berechnet, an welchem wahrscheinlich die Befruchtung stattgefunden hat.

Während der gesamten Schwangerschaft hat die schwangere Frau Anspruch auf Betreuung und Vorsorge durch einen ausgebildeten Facharzt bzw. durch eine Hebamme. Im Rahmen der Vorsorge sind einige Untersuchungen vorgeschrieben, wie beispielsweise die regelmäßige Überprüfung der Blut- und Urinwerte der Mutter, sowie drei Ultraschalluntersuchungen. Auch werden die Herztöne des ungeborenen Kindes überprüft sowie die Kreislaufwerte der Mutter. Durch die vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen werden eventuelle Risiken relativ schnell erkannt und in den meisten Fällen kann der Arzt entsprechend entgegenwirken, um Leben und Gesundheit der Mutter und auch des ungeborenen Kindes zu schützen.

Monika Celik

24.02.11

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