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Versorgung nach der Akutbehandlung

Für die Versorgung nach einer brusterhaltenden Operation oder auch nach einer Brustamputation gibt es für Brustkrebspatientinnen eine Vielzahl an speziell entwickelten Hilfsmitteln, die dafür sorgen, dass ein optischer Ausgleich wiederhergestellt wird. Diese Brustprothesen verhelfen den betroffenen Frauen zu mehr Selbstbewusstsein, weil sie die massive physische Veränderung nach der Brustkrebstherapie damit kompensieren können. Sie müssen ihren Körper nicht verstecken, sondern können ihre Weiblichkeit wie vor der Erkrankung betonen – und das sogar unmittelbar nach der Operation.

Bei der Erstversorgung nach einem chirurgischen Eingriff – also zu einem Zeitpunkt, an dem die Wundheilung rund um den Narbenbereich noch nicht abgeschlossen ist – bieten sich sogenannte Erstversorgungsprothesen an. Dabei handelt es sich um weiche Schaumstoffprothesen, die besonders zart und sanft für die empfindliche Haut nach der Operation sind. Die Brustprothesen sind der Anatomie weiblicher Brüste nachempfunden und vermitteln somit ein natürliches Erscheinungsbild. Sie werden in der Regel mit Füllmaterial geliefert, damit jede Patientin individuell ihre Brustgröße selbst bestimmen kann. Später wird die Schaumstoffprothese durch eine Silikonprothese ersetzt. Zur Erstversorgung gehören auch spezielle Büstenhalter, die links oder rechts eine Tasche haben, damit die Brustprothese nicht rutschen kann.

Etwa sechs Monate nach der Operation entscheiden sich viele Brustkrebserkrankte für selbsthaftende gewichtsreduzierte Silikon-Leichtprothesen. Diese Hilfsmittel haften direkt auf der strapazierten Haut, bewegen sich mit dem Körper und verrutschen nicht. Es werden sogar Modelle angeboten, die beim Gehen wippen, im Liegen flacher werden und die meisten nehmen die Körperwärme besonders schnell auf und durchwärmen das ganze Cup. Die Brustprothesen haben jedoch nicht nur eine rein optische Funktion, sondern erfüllen auch einen medizinischen Zweck, da sie eine optimale Entlastung der Schulter- und Nackenpartie bieten und auch bei Verspannungen, großer Brust und Lymphödemen von Medizinern empfohlen werden.

Für Frauen, die sich sportlich betätigen, gibt es zudem spezielle atmungsaktive Silikonprothesen mit maximaler Luftzirkulation und Feuchtigkeitsverdunstung.

Für einen Brustausgleich nach brusterhaltender Operation greifen Betroffene häufig auf Ausgleichsformen aus Silikon zurück. Diese Prothesen sind insbesondere wegen ihrer einfachen Anpassung und Handhabung beliebt. Ihr weiches Material schmiegt sich ganz sanft an die operierte Brust an. Diese Angleichsformen ersetzen fehlendes Brustgewebe und sorgen dafür, dass die BH-Körbchen optimal ausgefüllt werden. Dadurch entstehen zwei optisch gleich große Brüste.

Die Ausgleichsformen eignen sich zudem ideal für Frauen mit unebener Brustwand oder unebenem Narbengewebe. Empfehlenswert sind sie vor allem auch deswegen, weil sie Fehlhaltungen und Verspannungen der Muskulatur in Schulter, Rücken und Nacken entgegenwirken. Bestens geeignet sind diese Ausgleichsformen für die Zeit vor und ggf. während einer Brustrekonstruktion.

Maria Zaffarana

25.08.11

Versorgung

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