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Mit allergiekranken Kindern in den Urlaub

Mit einem allergiekranken Kind in den Urlaub zu fahren, ist kein Problem, sofern Eltern ein paar Dinge beachten.

So sollte bei Kindern mit einer Pollenallergie ein Urlaubsort gewählt werden, an dem die Pollenbelastung gering ist. Bei einem Auslandsaufenthalt müssen sich Eltern deshalb danach erkundigen, ob die allergieauslösenden Pflanzen dort wachsen und falls ja, wann sie am Urlaubsort blühen. Bei einem Aufenthalt an Nord- und Ostsee oder im Gebirge etwa können Eltern sicher sein, eine geringe Pollenbelastung vorzufinden. Auch die Unterkunft sollte frei von Pflanzen mit Allergenpotenzial sein. Kinder mit Hausstauballergien sind besonders gut im Hochgebirge aufgehoben. Hier können sie in der Regel frei durchatmen, weil es in größeren Höhen keine Hausstaubmilben gibt.

Mit Kindern, die von einer Nahrungsmittelallergie betroffen sind, sollten sich Eltern im Vorfeld informieren, welche landestypischen Gerichte die jeweiligen Allergene enthalten. Zudem ist es sinnvoll, einen Allergiepass für das Kind ausstellen zu lassen, der in der jeweiligen Landessprache mitteilt, welche Allergie vorliegt, und die Nahrungsmittel nennt, die tabu sind. Daneben sollten Eltern eine Übersetzungs-App aufs Mobiltelefon laden, sodass sie beim Einkauf oder Restaurantbesuch ermitteln können, welche Speisen das jeweilige Allergen enthalten. Sinnvoll ist es auch, eine gewisse Menge allergenfreier Nahrungsmittel von Zuhause mitzunehmen, um sicherzustellen, dass das Kind in jeder Situation gut versorgt ist.

Die Reiseapotheke sollte bei einem Urlaub mit einem allergiekranken Kind alle Medikamente enthalten, die das Kind benötigt. Dazu zählen Antihistaminika, häufig auch Kortison oder Kortisonsprays, bei Kindern mit schweren Allergien zudem ein Adrenalin-Autoinjektor, um einem anaphylaktischen Schock vorzubeugen. Vor Flugreisen oder bei Reisen in ferne Länder sollten Eltern sich nach den Vorschriften fürs Mitnehmen von Medikamenten erkundigen. Unter Umständen ist eine ärztliche Bescheinigung in der jeweiligen Landessprache nötig, um die Medikamente einzuführen.

Quelle: allergikus 2/2019

10.10.19