- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - Asthma - Schwangerschaft - Asthma in der Schwangerschaft oft unkontrolliert

Asthma in der Schwangerschaft oft unkontrolliert

In den USA stellt Asthma bei 5 % der Schwangerschaften einen Risikofaktor dar. Unkontrolliertes Asthma kann die Gefahr für schweren Bluthochdruck bei der Mutter erhöhen, aber auch für Frühgeburten und für ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes. Daher ist es wichtig, Asthma mit Medikamenten zu kontrollieren, die Verschlimmerungen während der Schwangerschaft verhindern können und die Risiken senken.

In eine Studie, die im The Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht wurde, analysierten die Autoren Daten von zwei großen US-Gesundheitsdatenbanken, um das Auftreten von Asthma in der Schwangerschaft, die Schwere der Beschwerden sowie die Frage, wie gut Asthma kontrolliert ist, zu untersuchen. Sie identifizierten Asthmasymptome und -behandlungen anhand von verschlüsselten Diagnosen sowie der Medikamentenabgabe der Apotheken.

Schweres Asthma bei einer Schwangeren wurde angenommen, wenn sie in den zwölf Monaten vor der Geburt mittel bis hoch dosierte Kortikosteroide und zusätzlich weitere Medikamente erhielt (z. B. Theophyllin). Schlecht kontrolliert galt Asthma während der Schwangerschaft, wenn ein asthmabedingter Krankenhausaufenthalt oder eine Behandlung in der Notaufnahme oder mit oralen Kortikosteroiden notwendig war. Auch wenn wenigstens fünf Rezepte für kurz wirksame Beta-Agonisten (Notfallmedikation) zwischen der letzten Regelblutung und der Entbindung ausgestellt wurden, galt Asthma als schlecht kontrolliert.

Von den mehr als 2,5 Millionen in die Studie einbezogenen Schwangeren hatten fast 141.000 Asthma, 19 % von ihnen schweres Asthma. Je nach Versicherungsart (privat oder über Medicaid) war das Asthma in 17 % bzw. 28 % der Fälle schlecht kontrolliert. Frauen mit schlecht kontrolliertem Asthma rauchten häufiger und waren öfter adipös. Ungefähr 40 % der Frauen mit unkontrolliertem Asthma erhielten während der Schwangerschaft keine lang wirksamen Asthmamedikamente. Darüber hinaus brach etwa die Hälfte der Frauen, die bei der Empfängnis inhalative Kortikosteroide einnahm, die Einnahme nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel ab.

Zusammenfassend fanden die Autoren der Studie eine hohe Zahl von Frauen, deren Asthma in der Schwangerschaft schlecht kontrolliert war. Auch die Tatsache, dass lang wirksame Asthmamedikamente selten eingenommen wurden, deutet darauf hin, dass Asthma in der Schwangerschaft möglicherweise unzureichend behandelt wird. Ob eine angemessene Therapie während der Schwangerschaft die Gesundheit von Müttern und Kindern verbessern könnte, soll in weiteren Studien über Nutzen und Risiken von Asthmamedikamenten während der Schwangerschaft geprüft werden.

Quelle: allergikus 4/2019

22.04.20