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Baby-Akne: Was können Eltern tun?

Bei einem Teil der Neugeborenen, hauptsächlich bei Jungen, die viermal so oft betroffen sind, entwickeln sich in den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt vor allem auf den Wangen Mitesser, wie man sie sonst aus der Pubertät kennt. Diese Komedonen, wie sie medizinisch genannt werden, sind in der Regel geschlossen, ein kleiner weißer Pfropf ist zu sehen. In diesen Fällen sprechen Mediziner von einer Baby-Akne, auch Akne neonatorum genannt.

In den meisten Fällen heilt die Baby-Akne von selbst und folgenlos innerhalb von wenigen Monaten ab, sodass Eltern nichts unternehmen müssen. Die Ursache für die Baby-Akne ist noch nicht ganz klar, u. a. könnten mütterliche Hormone eine Rolle spielen.

Hautpflege bei Baby-Akne

Die Baby-Akne wird vom Kinderarzt in der Regel schnell am charakteristischen Hautbild erkannt. Eltern, die unsicher sind, worum es sich bei den Mitessern im Gesicht ihres Kindes handelt, sollten daher den Kinderarzt aufsuchen, um beruhigt zu sein. Unter Umständen kann Baby-Akne auch mit anderen Hauterkrankungen verwechselt werden, z. B. mit einer Krankheit, die durch eine Hefeart hervorgerufen wird. Allerdings sind bei dieser sogenannten neonatalen zephalen Pustulose vornehmlich Papeln (Knötchen in der Haut) und Pusteln (Eiterbläschen) zu sehen. In schwereren Fällen kann Baby-Akne jedoch auch mit Pusteln und offenen Mitessern einhergehen.

Baby-Akne bedarf meistens keiner besonderen Behandlung. Eltern sollten unbedingt darauf verzichten, das Gesicht ihres Kindes und die betroffenen Hautstellen mit Cremes oder Ölen zu behandeln. Denn das kann die Probleme unter Umständen verschärfen. Sinnvoll ist es, das Gesicht des Babys mehrmals in der Woche mit einer milden Seife zu waschen und im Anschluss gründlich abzutrocknen. Dabei sollte das Gesicht nicht zu stark mit dem Handtuch abgerubbelt werden, damit die Haut nicht verletzt wird.

Sollten sich Pusteln und offene Mitesser bilden, sollte das Kind dem Arzt vorgestellt werden, um die entzündete Haut angemessen zu behandeln. Zum Einsatz in der Baby-Akne-Therapie kommen u. a. eine milde Azelainsäurecreme oder eine Salbe mit 0,025 % Tretinoin. Diese Wirkstoffe sollte jedoch nur der Arzt verordnen. Eltern sollten ihr Baby nicht eigenmächtig damit behandeln.

Was tun, wenn die Akne nicht verschwindet?

In wenigen Fällen hält die Akne auch noch über den sechsten Lebensmonat an. Dann spricht man von einer Akne infantum. Da diese Form der Akne meistens schwerer verläuft, ist hier eine ärztliche Begleitung wichtig. Auch, damit keine Narben zurückbleiben. Hier kommen ebenfalls Azelainsäure und Tretinoin zum Einsatz, zudem oft zusätzlich Mittel der systemischen Therapie, etwa ein Antibiotikum.

Quelle: Patient und Haut 1/2019

29.07.19

Baby-Akne