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Cellulite bekämpfen

Cellulite bekämpfen

Acht von zehn Frauen haben Cellulite. Die unschönen Dellen an Po, Oberschenkeln und Bauch sind zwar keine Krankheit. Trotzdem leiden viele Betroffene unter der veränderten Optik ihres Körpers.

Vor allem während der Schwangerschaft oder in der Menopause tritt Cellulite häufig erstmals auf – also in Zeiten hormoneller Umstellung. Denn: Die weiblichen Hormone beeinflussen die Fetteinlagerung in den Zellen, die auch für die Entstehung der Dellen verantwortlich ist.

Wird vermehrt Fett in den Zellen eingelagert, schiebt sich das Fettgewebe durch die Bindegewebsfasern in der Haut an die Hautoberfläche und wird dort als Dellen sichtbar. Mit der Vergrößerung der Fettzellen geht unter Umstände auch eine Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe, eine Einlagerung von Schadstoffen und die Behinderung des Lymphflusses (Abtransport von Flüssigkeit) einher, da die kleinen Blut- und Lymphgefäße abgedrückt werden.

Fettanteil im Gewebe muss reduziert werden

Grundsätzlich werden verschiedene Formen der Cellulite unterschieden: Die ödematöse Form (viel Wasser im Gewebe), die adipöse Form (es überwiegt der Fettanteil) und die fibröse Form (kompaktes, faserreiches Gewebe). Von der genauen Form der Cellulite ist auch die Behandlung abhängig, die allerdings von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen wird, da es sich um eine Krankheit, sondern eine ästhetische Veränderung handelt.

Die adipöse Form mit einem hohen Fettanteil kann mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) oder eine sogenannte Fettwegspritze (Injektionslipolyse) behandelt werden. Dabei geht es in erster Linie um die Verringerung des Fettanteils im Gewebe. Liegen starke Flüssigkeitsansammlung vor, können diese mithilfe von Saugpumpenmassagen und manueller Lymphdrainage ausgeleitet werden.

Behandlungserfolg verspricht die Stoßwellentherapie, ebenso wie eine neuere Form des Ultraschalls, die LDM-Technologie (lokale dynamische Mikromassage). Dabei kommen wechselweise zwei Ultraschallfrequenzen zum Einsatz. Der Effekt ist wesentlich intensiver als bei einer statischen Ultraschallfrequenz.

Ergänzend können darüber hinaus begleitende Maßnahmen wie die Mesotherapie und/oder die Carboxytherapie zum Einsatz kommen. Bei der Mesotherapie werden verschiedene Wirkstoffcocktails, meist aus Koffein, Carnitin, Artischocke und Vitaminen, z. B. mit einer Mesotherapiepistole in die obersten Hautschichten gespritzt. Bei der Carboxytherapie werden kleine Mengen eines medizinischen CO2-Gases in die betroffenen Stellen eingebracht. Auch eine Kombination beider Therapieformen ist möglich. Nach etwa zehn Behandlungen ist das Gewebe meist glatter und straffer.

Da die Entstehung einer Cellulite mehrere Ursachen hat, wird sie in der Regel mit einer Kombination aus unterschiedlichen Verfahren behandelt. Zudem sollten die Abstände zwischen den Behandlungen nicht zu groß sein. Selbst, wenn die Haut bereits deutlich besser aussieht, sind Erhaltungsbehandlungen wichtig, um einen Rückfall zu verhindern.

Sport und gesunde Ernährung unterstützen die Behandlung

Zu einer erfolgreichen Therapie gehört auch regelmäßige Bewegung. Sie hilft, Muskelmasse auf- und Fett abzubauen. Weniger Körperfett bedeutet weniger Cellulite. Besonders empfehlenswert sind aerobe Ausdauersportarten wie Walken, Aquajogging oder Schwimmen. Darüber hinaus können Frauen mit einer gesunden Ernährung den Kampf gegen die Dellen unterstützen. Eine vitamin- und ballaststoffreiche Kost mit wenig Kohlenhydraten und Fett sowie eine ausreichende Trinkmenge und der Verzicht auf das Rauchen sind nicht nur Therapie unterstützend, sondern auch vorbeugend.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 1/2020

18.01.2021
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