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Bei COPD Duschkopf regelmäßig austauschen

Menschen mit COPD sollten darauf achten, mindestens einmal im Jahr den Duschkopf der Handbrause auszutauschen, da sich im Inneren der Duschköpfe Bakterien bilden können, informiert Lungenärzte im Netz laut der Deutschen Lungenstiftung (DLS).

„Die feuchte, dunkle und warme Umgebung im Inneren von Brauseköpfen bietet etlichen Krankheitserregern so gute Lebensbedingungen, dass dort ganze Bakterienkolonien gedeihen und sog. Biofilme bilden“, erläutert Prof. Dr. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. Für gesunde Menschen sind diese Keime i. d. R. ungefährlich. Bei COPD-Patienten können sie allerdings zu einer schweren Infektion führen. Die Gefahr für Keimbildung ist bei Duschköpfen aus Plastik größer als bei solchen aus Metall.

Durch die Vorschädigung der Lunge bei COPD können die Keime und Bakterien zu einer schleichenden Dauerinfektion führen. Diese zeigt sich dann meist durch Beschwerden beim Atmen und vermehrte Hustenanfälle. In vielen Fällen ist diese Infektion nur schwer zu bekämpfen, da die Bakterien häufig resistent gegen Antibiotika sind, was die Behandlung deutlich erschwert.

Desinfizieren reicht nicht

„Um diese Probleme von vornherein zu vermeiden, sollten Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen daher die Duschköpfe regelmäßig austauschen“, empfiehlt Prof. Morr. Es ist wichtig, den Duschkopf wirklich auszutauschen und nicht nur zu desinfizieren, da durch das alleinige Desinfizieren die Keime nicht abgetötet sondern u. U. noch widerstandsfähiger werden.

Im Urlaub ist ein Wechsel des Duschkopfs i. d. R. nicht ohne Weiteres möglich. Daher ist es ratsam, vor der ersten Benutzung der Dusche oder Badewanne das Wasser einige Minuten durch den Duschkopf laufen zu lassen und das Bad dann gut zu lüften. Auf diese Weise kann ein Großteil der Bakterien ausgespült werden.

Quelle: Allergikus 4/2010

25.03.11

Folge- und Begleiterkrankungen bei COPD