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Mit Diabetes auf den Christkindlmarkt

Weihnachten, ein Fest der Köstlichkeiten – für Menschen mit Diabetes bergen aber viele süße Schmankerl Gefahren. V. a. auf dem Christkindlmarkt sollte man darauf achten, was man trinkt und isst.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … Die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür, doch was für viele Österreicher ein kulinarisches Vergnügen ist, ist für Menschen mit Diabetes meist der reinste Spießrutenlauf. Immerhin verlocken Kekse, Lebkuchen, fette Braten und natürlich auch zahlreiche Christkindlmärkte mit Leckereien, die Menschen mit Diabetes lieber meiden sollten. Aber dürfen Diabetespatienten wirklich gar nichts Süßes essen? Ganz so ist es auch wieder nicht, doch die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) warnt davor, zu große Mengen an Zucker zu sich zu nehmen – und der ist auch in ungeahnten Mengen in flüssigen Verlockungen zu finden, die es rund um die Weihnachtszeit gibt. Glühwein oder Punsch z. B. enthalten jede Menge Zucker. Geschulte und gut eingestellte Menschen mit Diabetes haben dennoch kein absolutes Zuckerverbot, jedoch sollte die maximal zugeführte Tagesmenge von 50 Gramm nicht überschritten werden.

Vorsicht bei Glühwein und Punsch

Laut gesund.at beinhaltet ein Becher Glühwein oder Punsch bereits neun Stücke Würfelzucker und rund sieben Promille Alkohol. Ein sehr starker Punsch mit reichlich Zucker und Rum liefert 400 Kalorien, das entspricht etwa einer Portion Pasta mit Tomatensoße. Und auch Glühwein liefert 220 Kalorien, Glühmost immerhin noch 100 und ein zünftiger Jagertee schlägt sich mit 150 Kalorien nieder. Außerdem verleitet der süße Geschmack dazu, mehr zu trinken. Die Menge an Zucker lässt den Blutzuckerspiegel stark schwanken und für Menschen mit Diabetes kann die Kombination aus Alkohol und Zucker gefährlich werden. Denn der Zucker geht sehr schnell ins Blut über und der Zuckerspiegel steigt rapide an. Allerdings ist in den typischen Heißgetränken am Weihnachtsmarkt zumeist Einfachzucker enthalten. D. h., der Blutzucker fällt genauso schnell, wie er angestiegen ist, und eine Unterzuckerung droht. Als Alternative sollten Diabetespatienten lieber zu Früchtetee greifen, mit winterlichen Gewürzen wie etwa Zimt oder Nelke lassen auch die weihnachtliche Stimmung aufkommen. Und wer nicht auf den Glühwein verzichten kann, kann den Zucker durch Orangensaft ersetzen.

Kekse selbst mit Vollkornmehl backen

Vorsicht ist auch bei Keksen und anderen Leckereien geboten, die am Christkindlmarkt erhältlich sind. Denn die Inhaltsstoffe, der tatsächliche Zuckergehalt und die verwendeten Zutaten sind nur schwer nachzuvollziehen, was es für Menschen mit Diabetes schwer macht vorherzusagen, wie die Köstlichkeiten sich auf den Blutzuckerspiegel auswirken werden. Laut internisten-im-netz.de ist es besser, hausgemachte Bäckereien zu genießen. Im besten Fall backen Personen mit Diabetes Typ 2 mit Vollkornmehl und verwenden beim Backen und Braten pflanzliche statt tierische Fette. Zudem kann man die im Rezept angegebene Zuckermenge meist reduzieren oder auch durch backfesten Süßstoff ersetzen. Ungeeignet für Menschen mit Diabetes sind aber gezuckertes Hefegebäck, Waffeln oder auch kandierte Äpfel. Und auch für das Weihnachtsessen gibt es einige Punkte, die Menschen mit Diabetes berücksichtigen sollten. Falls Fleisch auf den Tisch kommt, sollte es besser fettarm sein. Und wer gerne Erdäpfelsalat isst, sollte besser auf die Mayonnaise verzichten.

BE/KE Tabelle für den Christkindlmarkt

  • 1 Portion gebrannte Mandeln: 6 BE, 7,2 KE
  • 1 Stück Nürnberger Lebkuchen: 2 BE, 2,4 KE
  • 1 Vanillekipferl: 0,4 BE, 0,5 KE
  • 1 Zimtstern: 0,8 BE, 1 KE
  • 1 Stück Früchtebrot: 2,5 BE, 3 KE
  • 1 Nussecke: 2 BE, 2,4 KE
  • 1 Sackerl Maroni: 3 BE, 3,5 KE
  • 1 Stück Christstollen: 2 BE, 2,4 KE

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2017

19.12.17