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Eileiter- und Eierstockentzündung frühzeitig behandeln

Schmerzen im Unterbauch, Fieber und riechender Ausfluss aus der Scheide können Symptome einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) sein. Betroffene Frauen fühlen sich häufig müde und abschlagen, gelegentlich können Übelkeit und Erbrechen mit der Erkrankung einhergehen.

„Die häufigste Ursache einer solchen Entzündung ist eine aufsteigende Infektion. D. h., eine Entzündung steigt aus der Scheide über den Gebärmutterhals bis zu den Eileitern und Eierstöcken auf“, erklärt Dr. Bernd Holthaus, Damme. Die Entzündung kann auch nur die Eileiter oder Eierstöcke betreffen, i. d. R. sind aber beide Organe betroffen. Ausgelöst wird die Infektion durch Bakterien. Chlamydien oder Gonokokken können hier eine Rolle spielen.

Risikofaktoren für eine Erkrankung

Eine Adnexitis betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, die sexuell aktiv sind. Vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Sexualpartnern steigt das Risiko für eine Infektion. Aber auch eine liegende Spirale in der Gebärmutter, operative Eingriffe oder eine Fehlgeburt (verbunden mit einer Ausschabung) können die Gefahr für eine Eileiter- und Eierstockentzündung erhöhen.

Therapie mit Antibiotika

„Wenn Frauen im reproduktiven Alter die o. g. Symptome bei sich bemerken, sollten sie zeitnah einen Arzt aufsuchen“, betont Dr. Bernd Holthaus. Denn: Eine solche Entzündung kann ernste Folgen haben. Dazu gehört z. B. die Unfruchtbarkeit. In manchen Fällen werden die Eileiter durch eine solche Infektion so stark geschädigt, dass die Eizelle nicht mehr vom Eierstock zur Gebärmutter transportiert werden kann. Um dies zu verhindern, sollte möglichst zeitnah mit der Therapie der Erkrankung begonnen werden. I. d. R. reicht eine gezielte Antibiotikatherapie aus.

Operation in seltenen Fällen notwendig

„In seltenen Fällen ist eine operative Therapie erforderlich“, sagt der Mediziner. Eine Operation in Form einer sog. Bauchspiegelung (Laparoskopie, Eingriff ohne Bauchschnitt) ist dann erforderlich, wenn sich im Bereich von Eileitern und Eierstöcken Abszesse gebildet haben und u. U. das Bauchfell entzündet ist. Eine Laparoskopie kommt auch immer dann zum Einsatz, wenn die Eileiter eine Funktionsstörung aufweisen. „Das erhöht das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft, bei der die befruchtete Eizelle nicht bis in die Gebärmutter transportiert wird, sondern im Eileiter verbleibt“, erklärt der Gynäkologe. Starke Schmerzen und ein Einreißen des Eileiters mit starken Blutungen können die Folge sein. „Um all diese möglichen Komplikationen zu verhindern, ist eine frühzeitige Therapie besonders wichtig“, betont Dr. Holthaus.

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 2/2018

22.10.18

Gynäkologische Erkrankungen