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Fettstoffwechselstörungen und Diabetes

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für verschiedene Begleiterkrankungen. Mit Typ-2-Diabetes gehen beispielsweise häufig Fettstoffwechselstörungen einher, vor allem wenn Betroffene übergewichtig sind. In diesem Fall spricht man von einer sekundären Fettstoffwechselstörung, während eine primäre Fettstoffwechselstörung auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen ist. Oftmals treten aber auch Kombination aus diesen Einzelstörungen auf.

Fettstoffwechselstörungen können gefährliche Folgen haben

Fettstoffwechselstörungen sind nicht ungefährlich. Denn mit ihnen steigt das Risiko für Ablagerungen in den Blutgefäßen – sogenannte Arteriosklerose, im Volksmund auch Arterienverkalkung genannt. Verstopfte Blutgefäße können zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Da eine Diabeteserkrankung bereits zu diesen Ablagerungen beiträgt, sollten Menschen mit Diabetes besonders darauf achten, dass mögliche Fettstoffwechselstörungen behandelt werden, betont der Diabetes Ratgeber. Nach Angaben von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hat fast die Hälfte aller neu diagnostizierte Patienten mit Typ-2-Diabetes eine Fettstoffwechselstörung sowie gut jeder Fünfte, der seit 20 Jahren an Typ-1-Diabetes erkrankt ist. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen mit Diabetes ihre Blutfettwerte mindestens einmal im Jahr überprüfen lassen.

Behandlung: Lebensstil verändern

Für die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen gibt es verschiedene Möglichkeiten – hier entscheidet der Arzt individuell, was die richtige Therapiemöglichkeit für den Patienten ist. Bei sekundären Fettstoffwechselstörungen sollte zunächst einmal die Grunderkrankung behandelt werden – hierzu gehört in erster Linie ein gut eingestellter Diabetes. Betroffene sollten sich gesund ernähren, Übergewicht reduzieren und sich ausreichend bewegen. Auch auf das Rauchen sollte man verzichten, da Tabakrauch die Zusammensetzung der Blutfettwerte ungünstig beeinflusst.

Behandlung mit Medikamenten

Bewegung und eine gesunde Ernährung sind nicht immer ausreichend, um den Fettstoffwechsel wieder ins Lot zu bringen. Dann kann der Arzt auch Medikamente einsetzen, um die Störung zu behandeln. Hier kommen in erster Linie die sogenannten Statine zum Einsatz. Diese werden insbesondere dann eingesetzt, wenn ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle vorhanden sind, denn Statine können diesen lebensbedrohlichen Folgen vorbeugen. Bei der Auswahl des Medikaments muss der Arzt entscheiden, welches für wen geeignet ist.

Quelle: Befund Diabetes 1/2019

28.05.19