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Formen von Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Vom erblich bedingtem Haarausfall sind 80 % aller europäischen Männer und 42 % der Frauen im Alter von über 70 Jahren betroffen. Er beginnt bei Männern vielfach bereits nach der Pubertät, bei Frauen i. d. R. nach der Menopause.

Bei erblich bedingtem Haarausfall bei Männern liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzel auf das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor. Die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich, die Haare werden dünner und fallen schneller aus. Zunächst bilden sich bei Männern „Geheimratsecken“. Dann werden auch die Haare am Hinterkopf dünner. Mit der Zeit bildet sich eine Glatze. Sowohl Nackenhaare als auch die Seitenpartie sind unempfindlich gegen DHT.

Auch Frauen können vom erblich bedingten Haarausfall betroffen sein. Bei ihnen beginnt der Haarverlust am Scheitel. Während der erblich bedingte Haarausfall bei Männern als eine normale Alterserscheinung betrachtet wird, ist er für viele Frauen belastend.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Beim kreisrunden Haarausfall bilden sich klar abgegrenzte, kreisrunde, kahle Stellen. Ursache ist eine Fehlreaktion des Immunsystems, die eine Entzündung in der Haarwurzel auslöst. Die Haare wachsen nicht mehr richtig und fallen letztlich aus. Die Haarwurzel wird aber nicht zerstört, lediglich der Wachstumszyklus ist gestört. I. d. R. wachsen die Haare innerhalb weniger Monate nach. Bart oder Augenbrauen können vom kreisrunden Haarausfall ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden, Kinder können auch betroffen sein. Die genaue Ursache für diese Art von Haarausfall ist bislang nicht bekannt, vermutet wird eine Autoimmunerkrankung. Sowohl Männer als auch Frauen können von dieser Form des Haarausfalls betroffen sein.

Diffuser Haarausfall

Bei diffusem Haarausfall tritt der Haarverlust über den gesamten Kopf verteilt auf. Das Haar wird dünner, es entsteht aber keine Glatze. Für den diffusen Haarausfall gibt es viele verschiedene Ursachen u. a. Schilddrüsenüberfunktion und -unterfunktion, Eisenmangel, Nährstoffmangel und Hauterkrankungen. Um dem Haarausfall entgegenzuwirken, wird die ursächliche Erkrankung behandelt. Frauen sind häufiger als Männer betroffen.

Quellen:
allergikus 2/2018
Patient und Haut 1/2017

24.01.19

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